Foto: Jörg Papke
Die erste Damenmannschaft der SG Sendenhorst hat ihr Auswärtsspiel beim SC Halle am Samstagabend mit 1:3 verloren (25:17, 16:25, 18:25, 15:25) und beendet damit die Hinrunde der Oberliga auf dem letzten Tabellenplatz. „Heute war wirklich ein gebrauchter Tag“, stellte Trainer Dieter Theis nach dem Spiel sichtlich enttäuscht fest. Dabei begann die Partie aus Sendenhorster Sicht vielversprechend. Wie schon mehrfach in dieser Saison zeigte die SG einen starken ersten Satz und ließ den Gastgeberinnen kaum Chancen. Der Lohn war ein souveräner Satzgewinn. „Da haben wir wirklich gut gespielt und geschafft, unsere gute Trainingsleistung abzurufen“, analysierte Theis zufrieden. „Aber es ist immer wieder das gleiche Thema, dass wir das nicht konstant zu Ende spielen“, fügte er kritisch hinzu. Denn bereits im zweiten Satz folgte der Einbruch: Die SG-Damen lagen schnell mit 0:5 zurück und fanden kaum noch zu ihrem Spiel. Was zuvor gut funktionierte, klappte nun nicht mehr. Der Rückstand war über den ganzen Satz hinweg nicht mehr aufzuholen, sodass Halle zum 1:1 ausglich. Im dritten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Sendenhorsterinnen gerieten früh mit 12:18 in Rückstand, starteten dann aber eine starke Aufholjagd und glichen zum 18:18 aus. Doch die Hoffnung währte nur kurz: Halle konterte mit sechs Punkten in Folge, während die SG keinen Zähler mehr verbuchen konnte, sodass auch dieser Satz an die Gastgeberinnen ging. „Das kann ich mir wirklich nicht so richtig erklären“, zeigte sich Theis etwas ratlos. Im vierten Satz lief schließlich gar nichts mehr zusammen. Die SG lag früh zurück und fand keinen Weg mehr ins Spiel. Halle sicherte sich den Satz deutlich und damit den 3:1-Erfolg. „Es wäre auf jeden Fall mehr möglich gewesen“, resümierte Theis, fand aber auch: „Das Positive, was ich aus dem Spiel ziehe, ist der erste Satz, darauf müssen wir aufbauen.“ Insgesamt habe seine Mannschaft auch „an sich wirklich nicht schlecht gespielt“. Die Leistung sei auch vor dem Hintergrund der schwierigen Personalsituation zu sehen. In der vergangenen Woche fielen zahlreiche Spielerinnen krankheitsbedingt aus. Zwar waren einige am Samstag wieder genesen, doch Diagonalangreiferin Lisa Stolte fehlte weiterhin erkrankt, und da auch Diagonalangreiferin Marie Wonschik weiterhin aufgrund ihrer Fußverletzung ausfällt, musste auf dieser Position umgestellt werden. Mittelblockerin Julia Behler übernahm auf der Diagonalen und konnte überzeugen: „Julia hat das echt gut gemacht“, lobte Theis. Zudem fiel Außenangreiferin Matilda Jolk kurzfristig aus, und Mittelblockerin Naike Friedlein musste nach dem ersten Satz aufgrund körperlicher Beschwerden ausgewechselt werden. „Unter diesen Umständen haben die, die heute da waren, wirklich probiert, das Beste draus zu machen“, sagte Theis. Doch mit nur einem Sieg beenden die SG-Damen die Hinrunde nun auf dem letzten Tabellenplatz. „Das ist auf jeden Fall überhaupt nicht unser Anspruch und wir müssen uns jetzt wirklich sehr zusammenraufen, um da irgendwie aus dem Tabellenkeller wieder rauszukommen“, so Theis. Zwar sind die direkten Konkurrenten Meschede (Vorletzter) und Datteln (Relegationsplatz) mit nur einem Punkt mehr in Reichweite, die übrigen Teams haben sich aber bereits ein Stück abgesetzt. Dennoch bleibt der Coach kämpferisch: „Wir müssen jetzt die Situation, dass wir gegen den Abstieg spielen, annehmen und dementsprechend reagieren.“ Nun folgt eine kurze Pause, bevor es in zwei Wochen mit dem letzten Spiel in 2025 und gleichzeitig dem ersten Rückrundenspiel gegen den TB Höntrop weitergeht. Die kommende Woche soll nun zur Regeneration genutzt werden. „Da sollen sich jetzt alle Angeschlagenen vernünftig auskurieren und regenerieren, sodass sie dann danach die Woche wieder vollständig fit sind“, erklärte Theis. Dann will die SG mit Vollgas in die Rückrunde starten.








