Foto: Leonie Happe
Die erste Herrenmannschaft der SG Sendenhorst hat das erwartete Topspiel gegen den Tabellendritten Soester TV nur hauchdünn verloren. In einer hochklassigen und spannenden Begegnung mussten sich die Sendenhorster nach fünf umkämpften Sätzen am Ende mit 2:3 (27:29, 25:15, 25:21, 21:25, 14:16) geschlagen geben – nah dran am Sieg, aber dennoch mit einem Punktgewinn und vielen positiven Eindrücken. „Wie schon angekündigt, war es wirklich ein wahres Spitzenspiel!“, betonte Trainer Raphael Klaes nach der Partie. „Das Spiel hielt alles, was es versprach. Von beiden Seiten war das richtig guter Volleyball.“ Von Beginn an wurde um jeden Ball gekämpft, keine Mannschaft schenkte der anderen etwas. Auch die zahlreichen Zuschauer sorgten für eine großartige Atmosphäre, der ein solches Duell würdig war. Die SG brauchte zu Beginn einen Moment, um in ihren Rhythmus zu finden. Besonders auf die Annahme wollten sie an diesem Wochenende achten – mit Erfolg. „Da haben wir uns auf jeden Fall gesteigert“, lobte Klaes. Dazu kamen hoher Aufschlagdruck und insgesamt starke Aktionen in allen Spielelementen. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das am Ende durch Kleinigkeiten entschieden wurde“, so der Trainer. Mit ihrer Leistung könne die Mannschaft absolut zufrieden sein. Schon der erste Satz bot bereits alles und war ein Vorgeschmack auf den späteren Verlauf. Soest führte zunächst mit mehreren Punkten, doch die Sendenhorster kämpften sich beeindruckend zurück. In der Verlängerung am Satzende entwickelte sich eine packende Crunchtime, die Soest knapp für sich entschied – „das war echt ärgerlich“, meinte Klaes. Im zweiten Satz dann ein ganz anderes Bild: Bei Soest lief wenig zusammen, die SG-Herren hingegen spielten stark, legten mehrere Aufschlagserien hin und holten sich diesen souverän. Der dritte Durchgang wurde wieder enger, doch die SG blieb dominant und sicherte sich auch diesen Satz und damit die 2:1-Satzführung. Anschließend folgte in Satz vier jedoch ein Rückschlag: „Da haben wir den Satzbeginn total verschlafen“, sagte Klaes. Schnell lag man deutlich hinten, und auch eine starke Aufholjagd reichte nicht mehr – Soest glich zum 2:2 aus, sodass es in den alles entscheidenden Tiebreak ging. Dort setzte sich das Drama fort. Wieder lag Sendenhorst früh zurück, wieder kämpften sie sich zurück, wieder ging es in die Verlängerung – doch am Ende waren es leider die Gäste aus Soest, die den Sieg über die Ziellinie brachten. „Die Knappheit des Tiebreaks spiegelt den Spitzenspiel-Charakter gut wider. Das Spiel hatte eigentlich keinen Sieger verdient“, fasste Klaes zusammen. Natürlich ist die Niederlage bitter. „Niemand verliert gerne, vor allem nicht, wenn es so knapp ist“, so der Trainer. Dennoch überwog am Ende der Stolz auf die starke Leistung: Die Mannschaft hatte alles auf dem Feld gelassen, um jeden Punkt gekämpft und konnte sich insgesamt auf sehr hohem Niveau präsentieren. Der eine mitgenommene Punkt reicht zudem, um weiterhin Tabellenführer der Verbandsliga zu bleiben. Außerdem gab es zum Abschluss des Abends noch erfreuliche zwischenmenschliche Nachrichten innerhalb der Mannschaft, die die Stimmung trotz des knappen Ausgangs hoben. Die SG will nun weiter von Spiel zu Spiel denken, ihren besten Volleyball zeigen und als Team weiter so viel Spaß zusammen haben. In dieser Woche wird das Training nun etwas ruhiger angegangen, bevor in der nächsten Woche wieder voll durchgestartet wird, um sich auf die kommende Partie gegen Pivitsheide in zwei Wochen vorzubereiten.