SG-Damen verpassen Riesen-Chance aufs WVV-Pokalfinale hauchdünn

Die erste Damenmannschaft der SG Sendenhorst hat am Sonntag im Halbfinale des WVV-Pokals die Riesen-Chance auf den Finaleinzug nur hauchdünn verpasst (22:25, 25:23, 23:25, 25:18, 13:15). Nach fast zweieinhalb Stunden Spielzeit mussten sich die SG-Damen dem Team aus Wachtberg ganz knapp mit 13:15 im Tiebreak geschlagen geben und verpassten damit den Einzug ins große Finale, das am 12. Oktober in der heimischen Westtorhalle ausgetragen wird. „Ich bin zutiefst enttäuscht, aber die Mannschaft auch“, sagte Trainer Dieter Theis nach dem Spiel. „Die Chance war wirklich da, es war mehr möglich, wir hätten gewinnen können.“ Es sei eine richtige Schlacht gewesen, betonte er. Seine Mannschaft steigerte sich dabei deutlich im Vergleich zum ersten Ligaspiel gegen Höntrop am Wochenende davor: „Meine Mannschaft wollte es wirklich gewinnen und hat alles dafür auf dem Feld gelassen.“ Am Ende haperte es aber in den entscheidenden Momenten an den Basics, wo Unsauberkeiten und Unkonzentriertheit entscheidend waren. „Der Gegner aus Wachtberg hat hingegen auch sehr schlau gespielt“, so Theis. Das Spiel war über die gesamte Distanz ein Duell auf Augenhöhe. In fast allen Sätzen kamen beide Mannschaften über die 20-Punkte-Marke, nur ein Durchgang verlief etwas deutlicher. Schon im ersten Satz lieferten sich beide Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in der Schlussphase zogen die SG-Damen dann aber knapp den Kürzeren. Den zweiten Satz gewannen die Sendenhorsterinnen dann knapp, insbesondere dank der überragenden Leistungen der Außenangreiferinnen Amelie Nelle und Neuzugang Pauline Bürse, die ein „Mega-Spiel“ machten. Der dritte Satz war dann erneut ein enger Durchgang, der am Ende wieder knapp an Wachtberg ging. Der vierte Satz gehörte dann aber klar den SG-Damen, die den Gegner diesmal im Griff hatten und ihn als einziges Mal unter 20 Punkten hielten. Besonders Youngstar Pia Potthinck sorgte hier für Begeisterung: Die Mittelblockerin wurde zum Aufschlag eingewechselt und setzte mit gleich vier Assen in Folge ein echtes Ausrufezeichen. Nach diesem starken Auftritt hofften die Sendenhorsterinnen, den Schwung in den entscheidenden fünften Satz mitzunehmen. Doch im Tiebreak erwischten sie keinen guten Start und liefen von Beginn an einem kleinen Rückstand hinterher. Dennoch kämpften sie sich eindrucksvoll zurück und glichen beim Stand von 13:13 aus. Am Ende entschieden jedoch zwei kleine Fehler der Sendenhorsterinnen das Spiel zugunsten von Wachtberg – und besiegelten das bittere Verpassen des Pokalfinales in eigener Halle. „So können wir das Finale in unserer Halle nur in der Organisation begleiten und leider nicht spielerisch“, fasste Theis die Enttäuschung zusammen. Ein großer Dank der Mannschaft ging an die Jungs der ersten Handballmannschaft der SGS, die ein Auto vollmachten und die zweieinhalbstündige Fahrt nach Wachtberg auf sich nahmen, um die SG-Damen lautstark anzufeuern. „Die Handball-Jungs waren eine super Unterstützung, die haben echt alles gegeben“, betonte Theis. Die SG-Damen sind stolz, es bis ins Halbfinale des WVV-Pokals geschafft und einen solchen Kampf geliefert zu haben, aber aktuell überwiegt die Enttäuschung, dass diese Riesen-Chance verpasst wurde. Die gezeigte Leistung macht aber Hoffnung für das nächste Oberligaspiel am kommenden Wochenende gegen den USC Münster III.