Bei der zweiten Damenmannschaft der SG Sendenhorst hat sich zu dieser Saison einiges verändert. Was nach einem holprigen Neustart klingt, entwickelt sich jedoch bislang zu einer positiven Überraschung. Nach neun Jahren an der Seitenlinie hat Raphael Klaes sein Traineramt nach der vergangenen Saison aus zeitlichen Gründen und mit dem Fokus auf die erste Herrenmannschaft niedergelegt. Nach längerer Suche fand sich jedoch ein optimaler Nachfolger: Tom Linnenbrink, selbst Spieler der ersten Herrenmannschaft, übernahm das Team zu dieser Saison. Linnenbrink hat in seinem ehemaligen Verein in Hamm bereits vereinzelt als Trainer ausgeholfen, „das ist jetzt aber meine erste richtige Saison als Cheftrainer“, erklärt er. Dazu kam, dass er selbst erst seit drei Jahren in Sendenhorst spielt und daher kaum Spielerinnen der Mannschaft kannte – geschweige denn die gegnerischen Teams in dieser Liga. „Dafür hat der Übergang echt mega gut funktioniert“, lobt er und betont, wie offen und engagiert die Mannschaft dabei mitgezogen hat. Doch nicht nur auf der Trainerbank, auch im Team selbst hat sich einiges getan, denn die Mannschaft wurde für diese Saison „neu zusammengewürfelt“ – mit erfahrenen Spielerinnen, talentierten Nachwuchsspielerinnen und ein paar Neuzugängen – und das mit einer Alterspanne von 15 bis über 30 Jahren. Die Mannschaft setzt sich zum einen zusammen aus Spielerinnen der ehemaligen Damen 2, die selbstverständlich geblieben sind. Hinzu kommen mehrere U18-Spielerinnen, deren gesamte Mannschaft in der letzten Saison noch die Damen 3 gebildet hatte, zu dieser Saison aber aufgeteilt wurde: Drei von ihnen kamen in die erste Damenmannschaft, die übrigen rückten in die zweite auf. Zusätzlich verstärken zwei Neuzugänge, Mara Künne und Sienna Castilla Montoya, das Team. Besonders erfreulich ist außerdem die Rückkehr von Anna Anders und Malu Glaser, die ihre gesamte Jugendzeit und auch noch einige Zeit danach bei der SGS gespielt hatten, dann jedoch aufgrund von Studium bzw. Ausbildung eine Volleyballpause einlegten. Nun sind beide wieder voll zurück, was Linnenbrink sehr begrüßt: „Die beiden sind super wieder reingekommen und tun der Mannschaft echt gut.“ Ihre Vielseitigkeit und Erfahrung seien für das Team äußerst wertvoll. Gleichzeitig verlor die Mannschaft aber auch zwei wichtige Spielerinnen: Zuspielerin Anja Hunkemöller und Diagonalangreiferin Marie Wonschik wurden in die Damen 1 hochgezogen. „Mit den beiden hat die Mannschaft natürlich zwei wichtige Stützen verloren“, so Linnenbrink. Trotzdem ist der Kader aber weiterhin groß und auf allen Positionen gut besetzt. Selten findet ein Training mit weniger als 14 Leuten statt. Den Abgang der Leistungsträgerinnen sieht Linnenbrink zudem als Chance für die Spielerinnen, die nun nachrücken. Besonders Zuspielerin Julia Neuhaus erfülle ihre Rolle „mit Bravour“. So kreuzen sich im Team nun Erfahrung und junges Talent in einer Altersspanne von 15 bis über 30 Jahren. Doch Linnenbrink sagt zufrieden: „Diese Mischung passt echt gut“. Trotzdem ist das Team aufgrund der vielen Veränderungen noch dabei, sich kennenzulernen, aufeinander abzustimmen und einzuspielen. „Das ist natürlich das Wichtigste“, weiß der Trainer. Entsprechend unsicher war man sich vor der Saison, was den sportlichen Verlauf angeht. Doch die bisherige Bilanz kann sich sehr sehen lassen. Aktuell steht die Mannschaft auf dem 4. Tabellenplatz. Viele Spiele waren eng und hart umkämpft – gleich fünf Partien gingen über die volle Distanz (3:2 gegen Ostbevern II, Greven, Saxonia Münster III, Gievenbeck III und BW Aasee IV). Dazu kommt ein 3:1-Sieg gegen Everswinkel sowie Niederlagen gegen USC Münster IV (0:3) und VSG Ibbenbüren (1:3). Die Liga sei auch sehr ausgeglichen und tagesformabhängig, meint Linnenbrink, denn „bei uns in der Liga könnte jeder jeden schlagen.“ Insgesamt fehlt dem Team aufgrund der Neuzusammenstellung noch ein wenig Konstanz, doch man sei „auf einem sehr guten Weg“. Die größte Stärke sieht Linnenbrink eindeutig im Angriff: „Da sind wir echt schon sehr stark.“ Weiter verbessern möchte die Mannschaft hingegen die Annahme, um noch häufiger gute Angriffssituationen zu schaffen und die eigene Stärke so noch besser ausspielen zu können. Außerdem soll das Zusammenspiel noch weiter wachsen: mehr Abstimmung, mehr Routinen, mehr Selbstverständlichkeit in der Mischung aus jung und erfahren. Eines ist jedenfalls klar: Die Mannschaft hat großen Spaß zusammen, arbeitet engagiert und will weiterhin Vollgas geben. Trotz vieler Umbrüche ist der Start also gelungen – und die Mannschaft ist auf einem vielversprechenden Weg.
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