Foto: Marie Kemming
Endlich geht die Saison wieder los! Obwohl die erste Damen- und Herrenmannschaft der SG Sendenhorst in bzw. nach der vergangenen Saison noch in der Relegation gefordert waren, ist die Pause nun doch lang genug gewesen. Die Akkus sind also wieder bestens aufgeladen und die Sendenhorster können es kaum erwarten, am Samstag endlich wieder um Punkte zu kämpfen – auch wenn es zum Saisonauftakt zunächst für beide Teams auswärts losgeht.
Um 15 Uhr steht für die erste Damenmannschaft das erste Saisonspiel beim USC Münster 3 an. Nach der erfolgreichen Relegation, durch die sich das Team den Verbleib in der Oberliga sichern konnte, verlief auch die Vorbereitung auf die neue Saison sehr erfreulich und intensiv. Der neue Trainer Raphael Möllers zeigt sich entsprechend zufrieden: „In den Dingen, die mir wichtig waren, haben wir uns weiterentwickelt, genauso, wie ich mir das vorgestellt hatte. Die Qualität und Intensität haben mir sehr gefallen und die Stimmung und Positivität ist besonders gut.“
Nachdem sich die Spielerinnen zunächst auf dem Beachplatz ausgepowert hatten, ging es in den vergangenen Wochen wieder in die gewohnte Umgebung: die Halle. Dort wurde intensiv trainiert und an verschiedenen Bereichen gefeilt. Gleichzeitig fand sich das Team immer besser mit seinem neuen Trainer zusammen. In insgesamt vier Testspielen gegen die eigene U20, BW Aasee 2, TV Hörde 2 und Saxonia Münster aus der 3. Liga konnten die Sendenhorsterinnen zudem einiges ausprobieren. Auch ein Vorbereitungsturnier in Halle stand auf dem Programm. Die zahlreichen Testmöglichkeiten sorgten dafür, dass sich das Team gut einspielen und wichtige Erkenntnisse für die neue Saison sammeln konnte.
Im Kader gab es dabei nur wenige Veränderungen. Die Diagonalangreiferinnen Lisa Stolte, die studiumsbedingt nicht mehr zur Verfügung steht, und Marie Wonschik, die verletzungsbedingt ausscheidet, haben das Team verlassen. Dafür gibt es drei Neuzugänge – allerdings allesamt keine Unbekannten. Außenangreiferin Frieda Schönberner und Libera Frida Stapel rücken aus der zweiten Damenmannschaft auf. Außerdem kehrt Libera Carla Lütke Harmann nach ihrer Bachelor-Zeit in Essen wieder in die Heimat und damit auch ins Sendenhorster Team zurück. Für größere Umstellungen sorgt das also nicht. Der Kader der vergangenen Saison bleibt ansonsten bestehen. Eine Positionsveränderung gibt es allerdings: Die ehemalige Mittelblockerin Julia Behler wechselt auf die Diagonalposition. „Die Kaderzusammenstellung ist genauso, wie sie sein sollte“, freut sich Möllers. Besonders angetan ist der Trainer dabei vom guten Teamgefüge und der Unterschiedlichkeit der Spielarten und Spielertypen. „Die hohe Qualität innerhalb des Kaders sorgt dafür, dass sich die Spielerinnen gegenseitig auf hohem Niveau fordern können“, erklärt er.
Am Samstag wartet nun direkt der erste Härtetest auf die Sendenhorsterinnen. Mit dem USC Münster 3 geht es gegen den Gegner, der in der vergangenen Saison die Oberliga als Tabellenerster abschloss und damit eigentlich in die Regionalliga aufgestiegen wäre, den Aufstiegsplatz jedoch nicht wahrnahm. Einfach wird der Saisonauftakt also sicherlich nicht. Für Möllers steht dabei allerdings weniger der Gegner als das eigene Spiel im Mittelpunkt: „Der Gegner spielt für mich aber ehrlich gesagt erstmal keine Rolle, weil ich der Meinung bin, dass wir unser eigenes Spiel spielen und bei uns sein müssen.“ Wenn das gelinge, sei nur bedingt wichtig, was der Gegner mache, denn er sei davon überzeugt, „dass wir so eine hohe Qualität haben, dass wir jederzeit das Spiel in der Hand haben können.“ Es gehe also vor allem darum, dieses eigene Level abzurufen.
Personell müssen die Sendenhorsterinnen dabei auf Außenangreiferin Pauline Bürse verzichten, die aufgrund ihrer anhaltenden Schulterverletzung erst ab November wieder zum Team stoßen wird. Auch Diagonalangreiferin Adina Bitter fehlt aus persönlichen Gründen. Ansonsten steht der Rest des insgesamt 16-köpfigen Kaders zur Verfügung, sodass Möllers dennoch auf einen vollen Kader mit 14 Spielerinnen zurückgreifen kann. Die Vorfreude auf den Saisonstart ist jedenfalls riesig: Die Sendenhorsterinnen sind hochmotiviert, wollen die gute Vorbereitung nun auf dem Feld bestätigen und endlich wieder Gas geben.