Foto: Jörg Papke
Die erste Damenmannschaft der SG Sendenhorst musste im Heimspiel am Samstagnachmittag eine klare 0:3-Niederlage gegen den Tabellenführer USC Münster III hinnehmen (17:25, 21:25, 16:25). Dabei hatten sich die SG-Damen fest vorgenommen, den Schwung aus dem letzten siegreichen Spiel gegen Höntrop mitzunehmen und sich vom Spitzenreiter nicht einschüchtern zu lassen. „Das hat auch über weite Strecken des Spiels recht gut funktioniert“, erklärte Trainer Raphael Klaes nach der Partie. Dennoch musste er realistisch einordnen: „Die PS, die wir im Training hatten, konnten wir aber leider nicht komplett aufs Feld bringen.“ Hauptgrund dafür war der enorme Aufschlagdruck der Münsteranerinnen, der die Sendenhorster Annahme immer wieder zum Wackeln brachte. „In dem Element haben die Gegnerinnen wirklich extrem stark aufgespielt und bewiesen, warum sie da oben stehen“, zollte Klaes dem Tabellenführer Respekt.
Genau dieses Problem zeigte sich bereits im ersten Satz. Durch die starken Aufschläge des USC gerieten die Gastgeberinnen früh in einen deutlichen Rückstand, dem sie den gesamten Durchgang hinterherliefen. Positiv hervorzuheben war jedoch die Blockarbeit sowie die vorgenommenen Spielerwechsel. „Die Wechsel haben auf jeden Fall gut gefruchtet und die zweite Hälfte des Satzes war deutlich besser“, so der Trainer. Der Vorsprung der Gäste war jedoch nicht mehr aufzuholen, sodass sie sich diesen Satz sicherten. Im zweiten Satz präsentierte sich die SG Sendenhorst deutlich stabiler und steigerte sich enorm. Von Beginn an entwickelte sich ein ausgeglichenes Kopf-an-Kopf-Rennen und durch die verbesserte Annahme eröffneten sich mehr Möglichkeiten im Angriff. „Da wurden wir vorne am Netz dann auch mutiger“, lobte Klaes. Am Ende waren es jedoch erneut die starken Aufschläge der USC-Mädels, die den Ausschlag gaben und auch diesen Satz zugunsten der Gäste entschieden. Im dritten Durchgang hielten die SG-Damen anfangs zunächst gut mit, doch mit fortschreitender Spieldauer war bei den Gastgeberinnen dann etwas die Luft aus, sodass der USC sich auch diesen Satz und damit den Sieg sicherten. „Da mache ich aber niemandem einen Vorwurf“, stellte Klaes klar. Vielmehr gelte es nun, die richtigen Lehren zu ziehen: „Wir müssen im Training weiter an der Annahme arbeiten, um insgesamt einen ruhigeren Spielaufbau zu bekommen.“ Positiv nahm der Trainer dennoch mit, dass jeder Spielanteile hatte und sie als Team aufgetreten sind.
Besonders erfreulich war zudem die tolle Unterstützung von den Rängen. Zahlreiche Zuschauer sorgten wie gewohnt für Rückhalt und eine gute Stimmung in der Halle. Für ein besonderes Extra sorgte die Abschlussklasse der Realschule St. Martin, die Waffeln und Würstchen im Brötchen für ihren Abschluss verkaufte und so zusätzlich zur gelungenen Atmosphäre beitrug. Im Anschluss ging es für das Team dann noch gemeinsam zum Sponsorenessen – insgesamt also eine runde Sache trotz der Niederlage. Nun heißt es für die SG-Damen, weiter Gas zu geben, um sich aus dem Tabellenkeller zu kämpfen. Bereits am Sonntag wartet das nächste Auswärtsspiel, wenn es mit voller Power gegen den RC Sorpesee II weitergeht.