Die erste Herrenmannschaft der SG Sendenhorst blickt auf die erfolgreichste Saison ihrer bisherigen gemeinsamen Zeit zurück. Nachdem das Team zuvor drei Jahre in Folge auf dem vierten Tabellenplatz gelandet war und in der vergangenen Saison sogar um den Klassenerhalt kämpfen musste, gelang in dieser Spielzeit nun der Sprung auf Tabellenlatz zwei der Verbandsliga. Damit durften die Sendenhorster sogar die Relegation um den Aufstieg in die Oberliga spielen. Auch wenn diese am Ende nicht erfolgreich verlief, überwiegt bei Mannschaft und Trainerteam klar das Positive.
„Das, was über allem steht, ist, dass diese Saison die beste war, die wir so in dieser Konstellation je gespielt haben“, fasst Kapitän Stephan Klaes die vergangenen Monate zufrieden zusammen. Auch Trainer Raphael Klaes, der ältere Bruder des Kapitäns, sieht die Entwicklung der Mannschaft besonders positiv: „Vor allem nach der letzten Saison, wo wir fast abgestiegen wären, das Ruder so wieder rumzureißen war schon stark.“ Vor allem in Sachen Konstanz habe das Team einen großen Schritt nach vorne gemacht. Das spiegelte sich auch in den Ergebnissen wider: Gegen die Gegner aus der unteren Tabellenhälfte gewann die SGS fast durchgehend deutlich ohne Satzverlust (3:0).
Erfreulich sei außerdem gewesen, dass die Mannschaft sich weiter verjüngt habe. Mit Zuspieler Filip Mioduszewski und Mittelblocker Amiro Meixner gehörten seit dieser Saison zwei U20-Spieler fest zum Team und entwickelten sich schnell zu wichtigen Stützen. Stephan Klaes spricht dabei von einer „guten Verzahnung zwischen erfahren und jung, die weiter ausgebaut werden soll“. Dass die SG ihre bislang beste Saison spielte, lag zudem nicht nur an einer festen Startaufstellung. Vielmehr profitierte die Mannschaft von einer engen Leistungsdichte in ihrem breiten Kader, in dem jeder seinen Teil zum Erfolg beitrug.
Trotz aller positiven Entwicklungen sehen Mannschaft und Trainer weiterhin Verbesserungspotenzial. Gerade in den entscheidenden Spitzenspielen gegen Topgegner wie den späteren Aufsteiger DJK Delbrück II oder in der Aufstiegsrelegation blieb die Mannschaft unter ihren eigenen Möglichkeiten und konnte ihr eigentliches Leistungsvermögen nicht abrufen. „Da hatten wir Probleme, unsere PS aufs Feld zu bringen“, beschreibt Raphael Klaes. Für die kommende Saison nimmt sich die Mannschaft deshalb vor, in solchen Begegnungen lockerer aufzutreten. „Da müssen wir noch lernen, nicht so verkopft daran zu gehen und genauso befreit aufzuspielen wie in anderen Spielen auch“, erklärt Stephan Klaes. Dabei gehe es weniger um das Ergebnis als vielmehr darum, die eigene Leistung abrufen zu können.
Auch spielerisch sieht das Team noch Entwicklungsmöglichkeiten. Vor allem die obere Annahme im Pritschen soll weiter ausgebaut werden. „Damit würden wir unsere Annahmeeffizienz noch weiter steigern und unsere Stärken in der Mitte noch mehr einsetzen können“, so die Klaes-Brüder. Was aber an erster Stelle beibehalten werden soll, ist der tolle Teamgeist und die gute Stimmung in der Mannschaft.
In der kommenden Saison wird sich der Kader allerdings etwas verändern. Fest steht bereits der Abgang von Mittelblocker Hendrik Stuckmann, der berufsbedingt in den kommenden zwei Jahren ausfallen wird, sowie von Außenangreifer Bastian Mefus, der aus familiären und verletzungsbedingten Gründen kürzertreten muss. Zudem gibt es noch einige Fragezeichen, die nun in der Sommerpause geklärt werden sollen.
Gleichzeitig kann die SGS aber bereits drei Neuzugänge vermelden. Aus der zweiten Herrenmannschaft rückt U20-Diagonalangreifer Matteo Arnold hoch. Außerdem verstärken Mittelblocker Gentian Rushiti vom Hammer SC sowie Außenangreifer Mattis Stegmann vom SV Hamm-Rhynern die Mannschaft.