Foto: Jörg Papke
Die erste Damenmannschaft der SG Sendenhorst musste sich am Sonntagmorgen auswärts den Mädels vom RC Sorpesee II knapp mit 1:3 geschlagen geben (22:25, 21:25, 25:22, 24:26). Damit nehmen die SG-Damen zwar keine Punkte mit nach Hause, „aber die hätten wir definitiv verdient“, resümierte Trainer Raphael Klaes nach der Partie. Dabei startete die SG in allen vier Sätzen gut und konnte immer in Führung gehen, doch in der sogenannten Crunchtime, der entscheidenden Phase am Satzende, hatten sie jeweils Schwierigkeiten, diesen Vorsprung festzumachen.
Der erste Satz verlief lange ausgeglichen, doch am Ende schaffte es Sorpesee die entscheidenden zwei Punkte mehr zu machen und sich damit den Durchgang zu sichern. Auch im zweiten Satz entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Ein kurzer Durchhänger im Sideout-Spiel der SG, also beim Punkten aus der eigenen Annahme, verhinderte jedoch den möglichen Satzausgleich. Im dritten Durchgang steigerten sie die SG-Damen dann nochmal deutlich und belohnten sich mit dem Satzgewinn. „Allerdings knapper, als es eigentlich hätte sein müssen“, stellte Klaes schmunzelnd fest. Die gute Leistung nahm die SG aber mit in den vierten Satz, in dem sie sich bis zum 20:16 absetzen konnte. Doch erneut machte sich die Crunchtime bemerkbar: Aus der eigenen Annahme gelang es nicht, den ersten Ball zu verwerten, während Sorpesee konsequent punktete und somit ausglich. Es entwickelte sich ein spannender Satzendspurt. „Da haben wir echt gut gekämpft“, lobte Klaes, doch am Ende waren es die Gastgeberinnen, die den Satz in der Verlängerung noch drehen und damit das Spiel für sich entscheiden konnten. „Der Satz war natürlich besonders bitter, da war der (mindestens) eine Punkt schon zum Greifen nah.“ Entsprechend groß waren Enttäuschung und Frust nach dem Spiel. Dennoch zeigte sich Klaes recht zufrieden mit der Leistung: „Das war ein Spiel auf richtig hohem Niveau.“ Beide Teams überzeugten mit starken Aufschlägen und einer sehr stabilen Annahme. „Da hat sich unser Annahmetraining aus der letzten Woche definitiv ausgezahlt“, so der Trainer.
Besonders bemerkenswert war die geschlossene Teamleistung trotz kurzfristiger Umstellungen. Außenangreiferin Amelie Nelle fiel spontan aus, sodass die eigentliche Libera Kim Schmitz auf ihre ehemalige Position zurückwechselte und Marie Winkelkötter als alleinige Libera agierte. „Das hat, wie schon im letzten Spiel, sehr gut funktioniert“, lobte Klaes.
Nun wollen die SG-Damen, so gut man das im Training üben kann, an ihrer Crunchtime arbeiten, um Führungen künftig konsequenter ins Ziel zu bringen. Am liebsten schon am kommenden Samstag, wenn um 19 Uhr das nächste Heimspiel gegen den Tabellennachbarn aus Datteln in der Westtorhalle ansteht.








