„Die Erleichterung ist riesengroß“ – SG-Damen feiern enorm wichtigen 3:0-Heimsieg im Kellerduell

Die erste Damenmannschaft der SG Sendenhorst hat am Samstagabend in der heimischen Westtorhalle ein ganz wichtiges Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt gesetzt. Im Kellerduell der Oberliga besiegten die SG-Damen die DJK SF Datteln verdient mit 3:0 (25:22, 25:16, 26:24).

„Die Erleichterung ist riesengroß“, sagte Kapitänin Tabea Skerhut nach dem Spiel. Die Mittelblockerin fällt aktuell leider aufgrund einer Knieverletzung aus, aber unterstütze ihr Team von der Bank aus. Allen Beteiligten sei im Vorhinein bewusst gewesen, wie wichtig dieses Spiel war, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Doch statt Druck und Verkrampfung zeigten die SG-Damen von Beginn an eine beeindruckende Portion Motivation und Spielfreude. „Das war eine supergute, geschlossene Mannschaftsleistung – jede von uns hatte heute einen Sahne-Tag“, lobte Skerhut ihr Team. Einen wesentlichen Anteil am Erfolg hatte auch die großartige Unterstützung von den Rängen. Zahlreiche Zuschauer, darunter auch die erste Herrenmannschaft, sorgten für eine unglaubliche Stimmung in der Westtorhalle. „Da hat man echt Gänsehaut bekommen“, so die Kapitänin.

Der erste Satz verlief lange Zeit ausgeglichen. Beide Teams lieferten sich lange, intensive Ballwechsel, schenkten sich nichts und zeigten, wie viel auf dem Spiel stand. Nach einer kurzen Führung der Gäste übernahm dann Mittelblockerin Naike Friedlein Verantwortung am Aufschlag und entschied den Satz mit mehreren Aufschlag-Assen zugunsten der SG Sendenhorst. Diesen Schwung nahmen die Gastgeberinnen direkt mit in den zweiten Durchgang. Früh setzten sie sich ab und erspielten sich eine komfortable Führung. Zwar kam Datteln zwischenzeitlich noch einmal kurz heran, doch die SG-Damen behielten die Kontrolle und brachten den Satz ungefährdet ins Ziel. „Da haben wir gezeigt, wozu wir im Stande sind – es hat alles mega funktioniert“, freute sich Trainer Raphael Klaes.

Der dritte Satz hatte dann noch einmal alles zu bieten. Nach einem frühen Rückstand von 3:11 schien das Momentum zunächst zu kippen. „Da lautete das Motto: Kopf aus und einfach zocken“, erklärte Klaes. Und genau das taten seine Spielerinnen: Punkt für Punkt kämpften sie sich zurück, wehrten sogar einen Satzball des Gegners ab und drehten den Satz noch in der Verlängerung – der umjubelte 3:0-Sieg war perfekt. „Das waren Emotionen, die ich so selten gesehen habe“, beschrieb Klaes die Stimmung nach dem Spiel. „Da ist uns allen eine große Last von den Schultern gefallen“, waren sich Kapitänin, Trainer und Mannschaft einig.

Besonders erfreulich: In den Crunchtimes (entscheidende Phase am Ende des Satzes) überzeugte das Team – ein Bereich, der in den vergangenen Spielen noch Probleme bereitet hatte. „Das war eine super gute Kampfleistung, wir haben keinen Ball aufgegeben“, betonte Skerhut. Auch spielerisch stimmte vieles: Die SG-Damen agierten mit hohem Aufschlagdruck bei deutlich weniger Aufschlagfehlern, der Angriff über die Mitte war äußerst effektiv, was aber auch nur durch eine stabile Annahme und präzises Zuspiel möglich war – eine geschlossene Mannschaftsleistung eben, die mit dem verdienten Sieg belohnt wurde. Herausragend präsentierte sich außerdem Diagonalangreiferin Lisa Stolte, die folgerichtig zur MVP (wertvollste Spielerin) der Partie gewählt wurde.

Trotz des Erfolgs bleibt die SG Sendenhorst zwar Tabellenletzter, ist nun jedoch punktgleich mit dem Vorletzten und Drittletzten – der Abstiegskampf ist so spannend, wie selten und es ist noch alles möglich. „Das Wichtigste ist, dass die Mädels heute gemerkt haben, dass sie es können und das Volleyballspielen nicht verlernt haben“, so Klaes. Schon am kommenden Samstag steht direkt das nächste Heimspiel gegen den SV BW Sande an, bei dem die SG-Damen genau dort weitermachen wollen.

 

 

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