Die erste Damenmannschaft der SG Sendenhorst hat am Samstagabend ihr enorm wichtiges Heimspiel gegen den direkten Verfolger SV Blau Weiß Aasee II eindrucksvoll mit 3:0 gewonnen (25:23, 25:14, 25:16). Mit dem klaren Erfolg sicherten sich die SG-Damen drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Damit bleiben die Sendenhorsterinnen auf dem Relegationsplatz, lassen Aasee auf dem Abstiegsplatz zurück und ziehen nun punktgleich mit dem SSV Meschede, der direkt vor ihnen auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz liegt.
Schon vor dem Spiel war allen die enorme Bedeutung der Partie bewusst. „Es war ein Spiel um alles“, sagte Kapitänin Tabea Skerhut mit einem Schmunzeln – Ein Sieg musste zwingend her. Entsprechend nervös und angespannt starteten die SG-Damen in die Begegnung. Viele Eigenfehler prägten die Anfangsphase, sodass Aasee sich früh einige Punkte Vorsprung erspielen konnte. „Da hat man schon den Druck und die Aufregung gespürt“, erklärte Interimstrainer Lukas Tepe, der am Wochenende für den aus persönlichen Gründen verhinderten Raphael Klaes einsprang.
Doch ab Mitte des ersten Satzes schafften es die Sendenhorsterinnen, die Nervosität abzulegen und sich eindrucksvoll zurückzukämpfen. In der so oft thematisierten Crunchtime am Ende des Satzes drehten sie ihn dann schließlich noch zu ihren Gunsten. „Das war eine super Kampfleistung und ein großer Teamgeist von den Mädels“, lobte Tepe. „Der erste Satz war der entscheidende – wenn wir den nicht gewonnen hätten, wäre es sehr schwer geworden und das ganze Spiel hätte auch anders ausgehen können.“
Mit dem gewonnenen ersten Durchgang platzte der Knoten dann aber endgültig. In Satz zwei und drei spielten die SG-Damen souverän ihr eigenes Spiel und zeigten deutlich, wer in der Westtorhalle regiert. „Da sind wir richtig in Fahrt gekommen, haben unseren Stiefel runtergespielt und den Volleyball gezeigt, den wir können“, zeigte sich Skerhut begeistert. Vor allem mutige Angriffslösungen und ein hoher Aufschlagdruck waren ausschlaggebend. Folgerichtig gingen diese beiden Durchgänge recht deutlich an die Sendenhorsterinnen und der wichtige Sieg war perfekt.
Getragen wurde die Mannschaft dabei von einer herausragenden Atmosphäre in der Westtorhalle, die aus allen Nähten platzte. Zahlreiche Supporter sorgten für Ausnahmezustand: „die Halle hat richtig gebebt“, waren sich Tepe und Skerhut einig. Auch die erste Herrenmannschaft unterstützte nach ihrem eigenen Spiel lautstark und gab mit Trommeln und Tröten den Takt vor. „Unsere tollen Fans waren die siebte Person bei uns auf dem Spielfeld – das war Gänsehaut pur“, so Skerhut.
Als MVP (wertvollste Spielerin) auf Sendenhorster Seite wurde die junge U18-Mittelblockerin Pia Potthinck ausgezeichnet, die ein sehr überzeugendes Spiel zeigte. Aber auch die zweite Mittelblockerin Naike Friedlein spielte stark auf und glänzte mit wichtigen Angriffen sowie mehreren Aufschlag-Assen in entscheidenden Phasen. „Die Schnelligkeit über unsere Mittelangriffe war eine richtig starke Waffe“, lobte Skerhut. Am Ende trug aber jede Spielerin ihren Teil zu diesem besonderen Sieg bei. „Das war ein richtig tolles Spiel und vor allem eine super geschlossene Mannschaftsleistung“, sagte Tepe sichtlich stolz. Auch Skerhut zeigte sich emotional: „Das war unbeschreiblich, Spitzenklasse. Ich bin so stolz auf das, was wir gerade abliefern und welchen Kampfgeist wir zeigen.“
Diesen wollen die SG-Damen nun in den letzten beiden Saisonspielen weiter durchziehen. Denn die Spannung reißt nicht ab: In zwei Wochen wartet mit dem punktgleichen SSV Meschede der direkte Konkurrent um den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Mit einem Sieg könnten die Sendenhorsterinnen erstmals über den Strich klettern.








