Ende gut – alles gut: Zweite erfolgreiche Oberliga-Saison der SG-Damen in den Büchern

Eine ereignisreiche Saison liegt hinter den Damen der SG Sendenhorst – eine Spielzeit, die sich treffend mit den Worten von Kapitänin Tabea Skerhut zusammenfassen lässt: „wahrhaftig mit Höhen und Tiefen“. Am Ende steht jedoch der verdiente Klassenerhalt in der Oberliga – gesichert durch eine erfolgreiche Relegation am letzten Wochenende. Ein Ausgang, mit dem nach der Hinrunde wohl nur die wenigsten gerechnet hätten.

Denn zu diesem Zeitpunkt befand sich das Team nach einer Serie von Niederlagen mit lediglich fünf Punkten mit großem Abstand auf dem letzten Tabellenplatz. Hinzu kam der Abgang des Trainerduos Theis. „Wir standen mit dem Rücken zur Wand und das Selbstvertrauen war entsprechend gering“, beschreibt Interimstrainer Raphael Klaes die Lage, als er die Mannschaft für den Rest der Saison übernahm. Doch die SG-Damen zeigten Moral. Schritt für Schritt kämpfte sich das Team zurück, fand wieder zu Spielfreude und Leichtigkeit – und wurde dafür belohnt. Klaes spricht von einem „positiven Teufelskreis“, in dem Erfolg und Selbstvertrauen sich gegenseitig verstärkten. Als entscheidender Wendepunkt gilt das erste Rückrundenspiel gegen Höntrop, das gewonnen werden konnte. „Da haben wir gemerkt, dass wir es doch noch können“, erinnert sich Skerhut.

Auch wenn im weiteren Verlauf noch einzelne Niederlagen folgten, präsentierte sich die Mannschaft immer besser. Mit insgesamt 15 Punkten in der Rückrunde – darunter spektakuläre Siege gegen Top-Teams der Liga wie den späteren Regionalliga-Aufsteiger SV BW Sande – arbeitete sich die SG bis auf den Relegationsplatz vor. Dort knüpften die Spielerinnen nahtlos an ihre Leistungen an und bestätigten nochmal endgültig eindrucksvoll ihre Oberliga-Tauglichkeit. Besonders hervorzuheben sind dabei der unermüdliche Kampfgeist und der starke Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. „Der Fokus und die ‘Nicht aufgeben’-Einstellung war die ganze Zeit da. Das war echt cool zu sehen und hat es für mich als Interimstrainer auch leicht gemacht“, lobt Klaes.

Neben dem sportlichen Aufschwung gab es weitere positive Entwicklungen: Die Integration der Jugendspielerinnen verlief äußerst erfolgreich. Sie fanden schnell ihren Platz im Team und konnten sich sportlich deutlich weiterentwickeln. Ein weiterer wichtiger Faktor war die Unterstützung der Fans. Sogar bei Auswärtsspielen waren immer wieder zahlreiche Fans dabei, die die Mannschaft lautstark unterstützten und bei Heimspielen war die Westtorhalle sowieso immer prall gefüllt. „Das pusht natürlich immer, aber gerade in so einer kniffligen Saison war der Rückhalt unserer Fans, die immer an uns geglaubt haben, eine starke Stütze“, betont Klaes.

Nach der langen und intensiven Saison steht nun zunächst eine wohlverdiente Trainingspause an, um die Akkus wieder aufzuladen. Im August beginnt dann die Vorbereitung auf die kommende Saison – mit dem neuen Trainer Raphael Döring an der Seitenlinie. Fest steht bislang der Abgang von Diagonalangreiferin Lisa Stolte, die aus beruflichen bzw. Studiums bedingten Gründen in ihre Heimat Lathen zurückkehrt. Unklar ist hingegen noch die Zukunft von Diagonalangreiferin Marie Wonschik, die sich zu Saisonbeginn am Fuß verletzte – hier bleibt abzuwarten, wann und wie es für sie weitergeht. Weitere personelle Planungen laufen.

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