Am Samstag geht es für die ersten beiden der drei qualifizierten Jugend-Oberligateams der SG Sendenhorst in die Qualifikationsrunde B zur Westdeutschen Meisterschaft. Sowohl die weibliche U16 als auch die männliche U20 haben sich Anfang Januar mit starken Leistungen in der Quali A für diese Runde qualifiziert. Nun gilt es, das Ticket für die Westdeutschen Meisterschaften zu lösen – dafür müssen beide Teams jeweils einen der ersten beiden Plätze in ihrer Vierergruppe erreichen.
Die weibliche U16 tritt ihre Quali B beim RC Sorpesee an. Die SG-Mädels gehen weiterhin mit einem sehr kleinen, aber starken Kader an den Start, der am Samstag durch Anne Wrzeciono aus der darunterliegenden Mannschaft unterstützt wird. Die Gruppe hat es in sich, doch unmöglich und aussichtslos ist die Aufgabe nicht. Trainer Matthias Paschke bringt es mit einem Augenzwinkern auf den Punkt: „Wir haben eigentlich keine Chance, aber die wollen wir nutzen.“
Um 11:30 Uhr wartet mit dem VV Schwerte direkt der Topfavorit. Die Schwerterinnen belegten in der NRW-Liga – eine Klasse höher als die SG – einen starken fünften Platz. „Ich denke, gegen Schwerte wird nicht viel zu holen sein, aber es ist gut, dass das unser erstes Spiel ist, sodass wir das zum Reinkommen nutzen können“, so Paschke.
Danach wird es ernst: Gegen den VV Humann Essen, ebenfalls NRW-Ligist, der dort jedoch alle Spiele verlor und Letzter wurde, hoffen die Sendenhorsterinnen auf ihre Chance. „Ich hoffe, dass die nicht trotzdem eine Klasse über uns sind und wir da vielleicht eine kleine Chance haben“, erklärt Paschke.
Im letzten Gruppenspiel geht es gegen den Gastgeber RC Sorpesee, der – wie die SG – Zweiter in seiner Quali-A-Gruppe wurde. Die Teams dürften daher auf Augenhöhe sein. „Wenn alle gut drauf sind, könnte gegen Essen und Sorpesee ein Sieg möglich sein“, zeigt sich Paschke vorsichtig optimistisch. Das würde Platz zwei bedeuten und damit die Qualifikation für die Westdeutschen Meisterschaften, ein kleines Wunder.
Doch unabhängig vom Ausgang ist der Trainer stolz: „Für uns ist das schon ein Riesenerfolg, dass wir überhaupt bei der Quali B sind, nachdem wir letztes Jahr direkt in der Quali A ausgeschieden sind. Deshalb haben wir nichts zu verlieren.“
Ähnlich gelagert ist die Ausgangslage bei der männlichen U20, die ihre Quali B erfreulicherweise in der heimischen Westtorhalle austragen darf und sich daher über zahlreiche Zuschauer freuen würde. Sie haben ebenfalls nichts zu verlieren, denn das Team qualifizierte sich in der Quali A als bester Gruppendritter denkbar knapp für diese Runde. „Am Ende war es schon glücklich, dass wir die Quali B noch erreicht haben, aber wir wissen auch, dass wir die beiden Spiele nur hauchdünn 1:2 mit zwei Punkten Abstand verloren haben – und die genauso gut hätten andersherum ausgehen können“, fasst Trainer Emil Plößner zusammen. Entsprechend will die Mannschaft optimistisch und selbstbewusst auftreten und zeigen, dass sie nicht zu unterschätzen ist. Im vergangenen Jahr erreichte das Team bei den Westdeutschen Meisterschaften einen herausragenden siebten Platz. Trotz einiger altersbedingter, personeller Veränderungen soll es am liebsten wieder dort hingehen.
Einfach wird das jedoch nicht, denn die Gruppe ist stark besetzt. Um 15:00 Uhr geht es los gegen Telekom Post SV Bielefeld, Sechster der NRW-Liga. Um 16:30 Uhr folgt das Spiel gegen den Meckenheimer SV, der Letzter in der NRW-Liga wurde. Zum Abschluss wartet um 18:00 Uhr mit DJK Tusa 06 Düsseldorf der Zweite seiner Quali A.
„Wir sind gut drauf und haben sehr gut trainiert“, berichtet Plößner. Zusätzlich absolvierte das Team in dieser Woche noch ein Trainingsspiel gegen die erste Herrenmannschaft der SG, das auch sehr positiv verlief. Personell sieht es ebenfalls gut aus: Bis auf den weiterhin verletzten Außenangreifer Simon Abke sind alle Spieler einsatzbereit. Nun heißt es schauen, was drin ist – klar ist aber: Was die SG-Jungs unbedingt brauchen, sind die treuen Sendenhorster Fans, die sie in der Westtorhalle lautstark unterstützen.








