Die erste Damenmannschaft der SG Sendenhorst hat am Wochenende in beeindruckender Manier ihre beiden Relegationsspiele gegen Lüdinghausen und Minden gewonnen und damit den Klassenerhalt in der Oberliga geschafft.
Am Freitag entwickelte sich auswärts beim SC Union Lüdinghausen II ein echter Volleyballkrimi, der an Spannung kaum zu überbieten war: Nach einem 0:2-Satzrückstand zeigten die Sendenhorsterinnen eine herausragende Moral, kämpften sich eindrucksvoll zurück ins Spiel und drehten die Partie noch zum 3:2-Erfolg (23:25, 19:25, 25:17, 25:12, 17:15). Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen mitgereisten Fans, die mit lautstarkem Anfeuern das Auswärtsspiel zu einem Heimspiel machten.

Die SG-Damen fanden zunächst stark in die Partie, starteten dominant in den ersten Satz, ließen im weiteren Verlauf jedoch etwas nach, sodass sich ein echter Schlagabtausch entwickelte. Am Ende hatten die Gäste aber knapp das Nachsehen. „Im zweiten Satz hatten wir dann gar keinen Zugriff“, sagte Trainer Raphael Klaes, sodass dieser recht deutlich an Lüdinghausen ging. Gegen Ende des Durchgangs stellte er jedoch personell etwas um – mit Erfolg.
In Satz drei minimierten die Sendenhorsterinnen ihre Eigenfehler deutlich und fanden zurück zu ihrer Linie, was prompt mit dem Satzgewinn belohnt wurde. Auch im vierten Durchgang steigerten sie sich nochmals spürbar. „Da hatten wir in jeder Situation einfach ein bisschen mehr Überzeugung“, beschrieb Klaes. Das Highlight folgte dann, als Mittelblockerin Naike Friedlein an den Aufschlag kam und mit einer herausragenden Serie die gegnerische Annahme vor große Probleme stellte. Folgerichtig ging der Satz klar an die SG-Damen.
Somit war wieder alles offen und der Tiebreak musste die Entscheidung bringen – und auch dort blieb es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, die Führung wechselte mehrfach. Lüdinghausen erspielte sich sogar zwei Matchbälle, doch die SG-Damen blieben konzentriert, wehrten beide ab und entschieden den Satz sowie das Spiel noch für sich. „Da ist bei uns natürlich schon mal eine Riesenlast abgefallen. Wir standen nach dem 0:2 mit dem Rücken zur Wand. Wirklich Hut ab vor der Moral der Mädels, wie sie das noch gedreht haben. Alle haben alles reingeworfen und vor allem als Mannschaft zusammengestanden“, sagte Klaes stolz.
Da der 1. VC Minden am Samstag ebenfalls gegen Lüdinghausen gewann, kam es am Sonntag in der rappelvollen Westtorhalle zum alles entscheidenden Spiel um den Oberligaplatz. Auch hier lieferten sich beide Teams ein intensives Duell, am Ende behielt jedoch erneut die SG Sendenhorst die Oberhand und gewann mit 3:1 (25:23, 25:11, 24:26, 25:19).
Die Gastgeberinnen starteten bei bester Atmosphäre stark in die Partie und machten von Beginn an deutlich, wer als Sieger vom Feld gehen wird. Zwar blieb es im ersten Durchgang zwischenzeitlich umkämpft, doch mit einer konzentrierten und stabilen Leistung in allen Elementen sicherten sich die SG-Damen den ersten Satz knapp.
Im zweiten Durchgang legte das Team noch einmal nach und agierte deutlich konsequenter. Einen entscheidenden Anteil daran hatte Mittelblockerin Naike Friedlein, die – wie schon am Freitag – mit einer überragenden Aufschlagserie die Führung weiter ausbaute. Doch nicht nur sie überzeugte von der Linie: Das gesamte Team setzte Minden mit starken Aufschlägen permanent unter Druck. „Der Aufschlag war wieder eine Waffe, das war echt wichtig“, erklärte Klaes. Der Satz ging entsprechend deutlich an die Gastgeberinnen.
Im dritten Satz schien bereits alles auf einen schnellen Erfolg hinauszulaufen, denn die SG führte zwischenzeitlich mit 20:15. Doch dann riss etwas der Faden. „Dann haben wir es nicht mehr geschafft, unseren eigenen Angriff durchzubringen“, so Klaes. Minden kämpfte sich zurück und entschied den Satz noch knapp für sich.
Im vierten Durchgang mobilisierten die Sendenhorsterinnen noch einmal alle Kräfte und auch die zahlreichen Zuschauer trieben sie nochmal durch lautstarkes Anfeuern an. Zwar blieb es eng und Minden gab sich nicht so leicht geschlagen, doch die SG-Damen blieben fokussiert, hielten dem Druck stand und sicherten sich mit großem Kampfgeist verdient den Satz, den Sieg und damit den umjubelten Klassenerhalt. „Die Mädels haben sich einfach für die herausragende Arbeit in den letzten Monaten belohnt und spielen mehr als verdient weiterhin in der Oberliga“, sagte Klaes abschließend sichtlich stolz.