Am Samstag bestritten sowohl die männliche U20 als auch die weibliche U16 der SG Sendenhorst die Qualifikationsrunde B zur Westdeutschen Meisterschaft. Beide Teams zeigten dabei herausragende Leistungen und großen Einsatz, am Ende reichte es jedoch für keines der beiden Teams für das Ticket zu den Westdeutschen Meisterschaften.
Die männliche U20 durfte in der heimischen Westtorhalle antreten und wurde dabei von zahlreichen Fans lautstark unterstützt. Spielerisch zeigte die Mannschaft eine überzeugende Leistung, auch wenn es am Ende leider nicht zu einem Sieg reichte.
Direkt im ersten Spiel wartete mit dem Favoriten Telekom Post SV Bielefeld der nominell stärkste Gegner der Gruppe. Die SG-Jungs hielten über die gesamte Spielzeit gut dagegen und kämpften vor allem in der Block-Feldabwehr um jeden Ball. In den entscheidenden Momenten konnte die SG-Annahme dem starken Aufschlagdruck der Bielefelder jedoch nicht standhalten, sodass das Spiel knapp mit 0:2 verloren ging (20:25, 23:25). „In dem Spiel können wir echt zufrieden sein mit unserer Leistung, da war uns Bielefeld einfach etwas überlegen“, resümierte Trainer Emil Plößner.
Gegen den Meckenheimer SV schüttelte das Team die erste Niederlage schnell ab und erwischte einen starken Start. Der erste Satz wurde deutlich gewonnen, wobei vor allem die Außenangreifer Hannes Keitemeier und Hendrik Janthal sowie Mittelblocker Amiro Meixner überzeugten. Im zweiten Satz hielten die SG-Jungs zunächst ihr Niveau, doch Meckenheim steigerte sich deutlich. „Da haben wir gegen die Meckenheimer Angriffe keine Lösung gefunden“, so Plößner. Die folgenden zwei Sätze gingen somit an den Gegner, sodass eine 1:2-Niederlage zu Buche stand (25:17, 19:25, 7:15).
Nach diesen beiden Niederlagen war bereits klar, dass die Qualifikation für die Westdeutschen Meisterschaften nicht mehr möglich war. „Dementsprechend waren erstmal alle niedergeschlagen und traurig, was auch völlig okay war. Danach ging die Stimmung aber schnell wieder nach oben – vielleicht sogar etwas zu doll“, sagte Plößner mit einem Schmunzeln. Denn gegen die DJK Tusa Düsseldorf startete die SG unkonzentriert und chaotisch und gab den ersten Satz deutlich ab. „Da war dann einfach nur das Motto: Spielzeit für alle, Spaß haben und das letzte Spiel der Saison genießen.“ So wechselte Plößner im zweiten Durchgang kräftig durch und gab allen Spielern Einsatzzeit. Diese nutzten ihre Chance und entschieden den Satz für sich. Im dritten Satz war dann jedoch der Tank leer, sodass auch dieses Spiel mit 1:2 verloren ging (15:25, 25:22, 9:15).
Am Ende standen drei Niederlagen, also Platz vier in der Gruppe und damit das Aus. „Hätten wir das zweite Spiel gegen Meckenheim gewonnen und damit noch eine Chance gehabt, wären wir gegen Düsseldorf natürlich ganz anders aufgetreten“, erklärte Plößner. Schlussendlich überwiegt aber der Stolz: „Es ist mega schade, dass es dieses Jahr nicht mit den Westdeutschen geklappt hat, aber wir wussten, dass es schwer wird. Wir können trotzdem sehr zufrieden mit unserer Saison sein.“
Besonders hob er die Entwicklung der Mannschaft hervor, die sich nach der vergangenen Saison altersbedingt neu zusammensetzen musste. Der Mix aus verbliebenen U20-Spielern und nachrückenden Akteuren aus der U18 habe sich im Laufe der Saison hervorragend gefunden. „Auch wenn wir uns davon nichts kaufen können, können die Jungs richtig stolz auf ihre Leistung und vor allem auf den Prozess von Saisonbeginn bis jetzt sein“, so Plößner. Den Saisonabschluss feierte das Team am Abend gemeinsam.
Die weibliche U16 trat zeitgleich in Sorpesee an und verpasste die Qualifikation zur Westdeutschen Meisterschaft denkbar knapp – am Ende fehlten lediglich zwei Punkte.
„Auch wenn wir die Sensation leider hauchdünn verpasst haben, haben wir eine herausragende Quali gespielt. Die Mädels sind mal wieder über sich hinausgewachsen und haben alles reingeworfen“, zeigte sich Trainer Matthias Paschke zufrieden.
Besonders bemerkenswert war die Leistung angesichts des kleinen Kaders von nur acht Spielerinnen. Während die Gegner mit 12 bis 14 Spielerinnen antraten und munter durchwechseln konnten, ließen sich die SG-Mädels davon nicht beeindrucken.
Im ersten Spiel gegen den Favoriten und NRW-Liga-Fünften VV Schwerte gelang ein perfekter Start: Mit starker Leistung in allen Elementen sicherten sich die SG-Mädels den ersten Satz. Danach spielte Schwerte jedoch seine Klasse aus und entschied die nächsten beiden Sätze für sich. Trotz starker Gegenwehr stand somit am Ende eine 1:2-Niederlage (25:18, 10:25, 10:15). „Das knappe 1:2 war gegenüber einem deutlichen 0:2, das wir erwartet hatten, ein super Start ins Turnier“, so Paschke. Das machte Hoffnung auf mehr.
Gegen den VV Humann Essen knüpfte das Team an die starke Leistung an. Trotz einiger vermeidbarer Fehler, vor allem im Aufschlag, setzte sich die SG souverän mit 2:0 durch (25:18, 25:21). Dabei bekam auch Anne Wrzeciono, die aus der Mannschaft darunter aushalf, Einsatzzeit und überzeugte direkt mit starken Aktionen.
Damit kam es zum entscheidenden Spiel gegen den Gastgeber RC Sorpesee. Beide Teams hatten zuvor jeweils einen Sieg und eine Niederlage eingefahren – der Gewinner dieses Spiels würde sich als Gruppenzweiter für die Westdeutschen qualifizieren. Die SG-Mädels starteten erneut stark und sicherten sich den ersten Satz. Sorpesee steigerte sich im zweiten Durchgang, sodass der Tiebreak die Entscheidung bringen musste. „Das war eine Achterbahn der Gefühle“, beschrieb Paschke die Spannung im dritten Satz. Nach einem verschlafenen Start und einem 3:8-Rückstand kämpfte sich die SG zurück, drehte auf 13:9 und hatte den Sieg schon nah vor Augen. Doch der Gegner kam nochmals heran und entschied den Satz letztendlich in der Verlängerung für sich. Mit der 1:2-Niederlage (25:23, 21:25, 14:16) platzte der Traum von der Westdeutschen Meisterschaft somit hauchdünn.
„Die Enttäuschung ist aktuell sehr groß, weil wir so nah dran waren. Mit etwas Abstand und mit Blick auf die gesamte Saison war es aber eine mega Saison. Wir haben alles rausgeholt und ich bin echt zufrieden und mega stolz auf die Mädels“, so Paschke abschließend.
Auch wenn sich am Ende keines der beiden Teams für die Westdeutschen Meisterschaften qualifizieren konnte, können sowohl die männliche U20 als auch die weibliche U16 mit großer Zufriedenheit und Stolz auf ihre Leistungen und ihre gesamte Saison zurückblicken.








