Licht und Schatten für die Jugendteams der SG bei der Quali A

Am Sonntag stand für die nächsten drei Jugendteams der SG Sendenhorst die Qualifikationsrunde A zur Westdeutschen Meisterschaft auf dem Programm. Am Ende durfte sich die mU14 über den Einzug in die Quali B freuen, während die beiden U18-Teams den Sprung denkbar knapp verpassten.

Für die männliche U14 war es die erste Teilnahme an einer Quali A – alles war neu und aufregend, die Motivation aber riesengroß. Zu Beginn war die Nervosität allerdings noch spürbar. „Im ersten Spiel gegen DJK Delbrück haben wir den Start verpennt“, erklärte Trainer Daniel Weidemann. So ging der erste Satz klar verloren (13:25), doch die SG-Jungs steigerten sich deutlich, entschieden den zweiten Durchgang für sich (25:19) und erzwangen den Tiebreak. Dort wurde es extrem spannend, am Ende behielt die SG jedoch in der Verlängerung die Nerven und machte den Satz mit 19:17 zum 2:1-Sieg zu.

Im zweiten Spiel gegen TuB Bocholt legten die Sendenhorster noch einmal eine Schippe drauf. Von Beginn an spielten sie konzentriert und konsequent, gewannen verdient mit 2:0 (25:19, 25:19) und überzeugten dabei besonders im Angriff. „Die Jungs haben immer wieder die Lücken in der gegnerischen Abwehr gefunden“, lobte Weidemann.

Im dritten Spiel gegen den ebenfalls bis dahin ungeschlagenen TV Werne ging es dann um den Gruppensieg. Den ersten Satz dominierten die SG-Jungs eindrucksvoll und gewannen ihn deutlich (25:12). Danach kippte das Spiel jedoch: Der zweite Satz ging verloren (18:25), und auch im Tiebreak mussten sich die jungen Sendenhorster knapp geschlagen geben (12:15). Trotz dieser 1:2 Niederlage bedeuteten zwei Siege Platz zwei in der Gruppe und damit souverän die Qualifikation für die Quali B. „Das war eine hervorragende Leistung von den Jungs“, resümierte Weidemann nach den Spielen.

Für die beiden U18-Teams hat es am Ende jeweils hauchdünn nicht zum Weiterkommen gereicht. Sowohl die männliche als auch die weibliche U18 beendeten ihre Gruppen als Dritte und verpassten damit knapp die Qualifikation zur Quali B.

Die männliche U18 erwischte dabei einen gebrauchten Start in ihren Quali-Tag in Münster. Im ersten Spiel gegen Saxonia Münster ging der erste Satz deutlich verloren (13:25). Nach einer personellen Umstellung steigerten sich die SG-Jungs zwar deutlich, „dann wurde es ein Spiel auf Augenhöhe“, so Trainer Matthias Paschke, doch auch der zweite Satz ging knapp verloren (21:25) – eine 0:2-Niederlage zum Auftakt.

Im zweiten Spiel gegen DJKR Neuss zeigte das Team dann ein ganz anderes Gesicht. Gegen den eher schwächeren Gegner spielten sie souverän ihr Spiel herunter, ließen nichts anbrennen und gewannen verdient mit 2:0 (25:20, 25:15).

Im letzten Spiel wartete mit TuB Bocholt der Favorit der Gruppe. „Da haben die Jungs ein mega starkes Spiel gespielt“, lobte Paschke, „wir haben uns am Ende nur leider nicht belohnt.“ Den ersten Satz gewann die SG beeindruckend (25:16). Danach zog Bocholt an, die Sendenhorster hielten dagegen, verloren den zweiten Satz aber knapp (20:25). Im Tiebreak wurde es hochspannend: Beim Stand von 13:10 hatte die SG den Sieg bereits vor Augen, konnte die Führung jedoch nicht ins Ziel bringen und verlor den Entscheidungssatz in der Verlängerung (15:17).

Damit wurde die mU18 Gruppendritter – und verpasste die Quali B denkbar knapp. „Uns fehlte ein Satz“, erklärte Paschke. Mit einem Satzverhältnis von 3:4 reichte es nicht, bester Gruppendritter zu werden (der noch weiterkommt), denn ein Team aus einer anderen Quali A erreichte 4:4. „Den Satz hätten wir entweder gegen Saxonia holen oder den Tiebreak gegen Bocholt gewinnen müssen – super bitter.“ Dennoch zog Paschke ein positives Fazit: „Unterm Strich haben wir eine ordentliche Quali gespielt. Positiv war vor allem, dass wir im letzten Spiel nochmal alles gegeben und den Favoriten am Rande einer Niederlage hatten.“ Für den Großteil der Mannschaft geht es nun noch bei der Quali B der U20 weiter.

Ähnlich knapp verlief der Tag für die weibliche U18 in Albersloh. Im ersten Spiel gegen TuS Velen erwischten die SG-Mädels einen Traumstart, überzeugten in allen Elementen und gewannen souverän mit 2:0 (25:13, 25:14). „Da haben die Mädels direkt gezeigt, was in ihnen steckt“, sagte Kim Schmitz, die Trainerin Tabea Skerhut am Sonntag beim Coachen unterstütze.

Diesen Schwung konnten sie im zweiten Spiel gegen FCJ Köln jedoch nicht mitnehmen. „Köln hatte zwar eine herausragende Angreiferin, aber an ihr lag es nicht, sondern an uns selbst“, erklärte Skerhut. Zu viele Eigenfehler und große Anspannung führten dazu, dass die SG-Mädels unter ihren Möglichkeiten blieben und beide Sätze recht deutlich abgaben (17:25, 17:25).

Im letzten Spiel gegen TG z.r.E. Schwelm zeigte das Team dann aber noch einmal große Moral. Der erste Satz ging souverän an die SG (25:19). Im zweiten Durchgang folgte jedoch ein kleines Tief, insbesondere im Spielaufbau, sodass dieser verloren ging (18:25). Im Tiebreak warfen die SG-Mädels noch einmal alles rein, kämpften leidenschaftlich und entschieden diesen klar für sich (15:9).

Trotz des Sieges reichte es am Ende nur zu Platz drei in der Gruppe und damit knapp nicht zur Quali B. „Das ist natürlich superärgerlich, die Enttäuschung ist gerade groß“, sagte Skerhut. „Uns fehlte heute die Konsequenz, aber wir können insgesamt stolz auf unsere Saison sein und haben auch heute über weite Strecken eine gute Leistung gezeigt.“ Ein großer Dank gilt zudem den zahlreichen Fans, die den Weg in die Sporthalle nach Albersloh gefunden und mit ihrer Unterstützung für einen stimmungsvollen und dennoch gelungenen Quali-Tag gesorgt haben.

So stehen nun mit der weiblichen U16, der männlichen U20 und der männlichen U14 drei SG-Teams in der Quali B, die im Februar stattfinden wird.

 

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