Am Samstag erlebte die erste Damen- und Herrenmannschaft der SG Sendenhorst noch einmal einen ausgiebigen und rundum gelungenen letzten regulären Saisonspieltag in der Westtorhalle. Auch wenn es tabellarisch für beide Teams um nichts mehr ging – bereits vor den Partien stand fest, dass es Anfang Mai mit der Relegation weitergeht, bei den Damen um den Klassenerhalt in der Oberliga und bei den Herren um den Aufstieg in die Oberliga – wollten sich beide Mannschaften noch einmal bestmöglich vor ihren zahlreichen, treuen Fans präsentieren. Und dieses Vorhaben gelang eindrucksvoll: Sowohl die Damen als auch die Herren konnten ihre Spiele gewinnen und sich mit einem Erfolgserlebnis aus der regulären Saison verabschieden.
Den Auftakt machten die Damen, die ihr Spiel gegen den SC Halle in einem hochspannenden Fünf-Satz-Match mit 3:2 (15:25, 25:19, 25:22, 24:26, 15:12) für sich entscheiden konnten. Direkt im Anschluss zogen die Herren nach und gewannen mit 3:1 (21:25, 25:20, 25:15, 26:24) gegen den TV Pivitsheide.
Das Spiel der Damen hatte noch einmal alles zu bieten, was ein Volleyballspiel auszeichnet, und ging über die volle Distanz. „Unser Ziel war, unsere erfolgreiche Rückrunde mit einem Sieg zu beenden und mit einem guten Gefühl aus der regulären Saison zu gehen – und das haben wir geschafft“, zeigte sich Trainer Raphael Klaes zufrieden. Allerdings brauchten die Sendenhorsterinnen zunächst etwas, um ins Spiel zu finden. In allen Elementen fehlte anfangs die nötige Präzision, sodass der erste Satz recht deutlich an die Gäste aus Halle ging, die von Beginn an stark aufspielten. In den Sätzen zwei und drei steigerte sich die SG dann jedoch deutlich und rief die gute Leistung der vergangenen Wochen ab. „Da haben wir es dann geschafft, mehr Druck zu machen und gezeigt, was wir eigentlich können“, so Klaes.
Der vierte Satz entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden Kopf-an-Kopf-Rennen. Die SG-Damen erspielten sich sogar einen Matchball, konnten diesen jedoch nicht verwandeln. Stattdessen behielten die Gegnerinnen aus Halle einen kühlen Kopf und sicherten sich den Durchgang in der Satzverlängerung. Im Tiebreak erwischten die Sendenhorsterinnen zunächst einen durchwachsenen Start und lagen schnell zurück. Doch mit einer konzentrierten Leistung kämpften sie sich eindrucksvoll zurück, drehten den Satz und entschieden damit das Spiel für sich.
Besonders erfreulich war die geschlossene Teamleistung, bei der alle Spielerinnen ihren Einsatz bekamen. „Wir haben am Samstag nochmal gezeigt, dass wir es draufhaben und in die Oberliga gehören. Das gibt uns jetzt auch ein gutes Selbstvertrauen für die Relegation und die Vorbereitung dafür“, resümierte Klaes. Nach dem Spiel folgten noch ein paar Danksagungen, bevor es direkt mit dem Herrenspiel weiterging.
Zwar holten die Herren die vollen drei Punkte, doch die Partie war ähnlich spannend wie zuvor bei den Damen. Eigentlich war ein klarerer Sieg erwartet worden, da Pivitsheide auf dem Abstiegs-Relegationsplatz steht. Doch gerade weil es für die Gäste noch um den Klassenerhalt ging, spielten sie stark auf – mit einem Sieg hätten sie diesen noch direkt sichern können. Die Sendenhorster hingegen wollten aber auch alles geben, um eine Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden und selbst mit einem Sieg die erfolgreiche reguläre Saison beenden, sodass sich ein hochumkämpftes Spiel entwickelte.
„Den ersten Satz haben wir, ähnlich wie bei den Damen, verpennt“, so Klaes, sodass dieser an Pivitsheide ging. Anschließend fanden die SG-Herren jedoch besser ins Spiel, steigerten sich vor allem in der Annahme und konnten dadurch ihren eigenen Spielaufbau deutlich verbessern. Auch in der Block-Feldabwehr bekamen sie nun mehr Zugriff und sicherten sich den zweiten Satz. Im dritten Durchgang knüpften sie daran an und entschieden auch diesen für sich. Doch ähnlich wie bei den Damen wurde es im vierten Satz noch einmal eng. Pivitsheide lag zwischenzeitlich sogar in Führung und gab im Kampf um den Klassenerhalt nicht auf. Die SG-Herren legten jedoch noch einmal eine Schippe drauf, zeigten großen Kampfgeist und entschieden den Satz schließlich in der Satzverlängerung für sich – und damit auch das Spiel.
Somit gehen beide Mannschaften mit einem guten Gefühl aus der regulären Saison. „Das war nochmal ein schönes Volleyballfest“, fasste Klaes abschließend zusammen. Nun steht für beide Teams eine kurze, wohlverdiente Pause an, bevor in einer Woche die Vorbereitung auf die Relegation beginnt.