Nächster Schritt für Hendrik Janthal: Sendenhorster Jugendspieler spielt jetzt beim TV Hörde

Da war der 17-jährige Sendenhorster Hendrik Janthal doch ziemlich überrascht, als er kurz vor den Osterferien eine Instagram-Nachricht auf seinem Handy sah: Eine Einladung zum Probetraining beim TV Hörde. Die Verantwortlichen des im Volleyball NRW äußerst renommierten Vereins waren bei den Qualifikationsrunden zu den Westdeutschen Meisterschaften Anfang des Jahres auf den jungen Zuspieler aufmerksam geworden. Janthal musste nicht lange überlegen und nahm die Einladung mit großer Freude an. Beim Probetraining passte dann direkt alles und er fühlte sich auf Anhieb wohl: Die Leute waren nett, das Niveau hoch und auch sportlich konnte er die Verantwortlichen direkt von sich überzeugen. So war schnell klar, dass er den nächsten Schritt wagen möchte und nun für den TV Hörde spielt.

Dabei blickt Janthal mit großer Freude und Dankbarkeit auf seine Zeit bei der SG Sendenhorst zurück. Bereits in der Grundschule fing er mit dem Volleyball an – damals zunächst in der Fangen-und-Werfen-Gruppe. Von dort an durchlief er alle Jugendmannschaften der SGS und konnte dabei beachtliche vier Westdeutsche Meisterschaften miterleben: in der U14, U16, U18 und U20. „Mein Highlight in Sendenhorst war definitiv die Quali B in der U18, wo wir uns total unerwartet als kompletter Underdog gegen die großen Namen durchgesetzt und uns somit als Jungjahrgang für die Westdeutsche Meisterschaft qualifiziert haben“, berichtet Janthal stolz.

Ab der U18 stieg er zudem parallel in den Seniorenbereich ein, wo sein Vater als Trainer tätig war. In der U20 spielte er später außerdem unter Emil Plößner. Besonders ist aber, dass er ansonsten seine gesamte Zeit in Sendenhorst über von Matthias Paschke trainiert wurde. Eng war dabei auch die Verbindung zu seinen Mannschaftskollegen, mit denen er größtenteils ebenfalls seit seinen ersten Volleyballjahren zusammenspielte. „Es war echt toll mit den Jungs, wir hatten immer viel Spaß zusammen und haben viel erreicht“, blickt Janthal zurück. Umso größer war für ihn die Überwindung, seine Freunde, seinen langjährigen Trainer und das gesamte vertraute Umfeld hinter sich zu lassen und sich auf etwas völlig Neues einzulassen. Trotzdem war für den 17-Jährigen schnell klar: „Die Chance, mich als junger Spieler sportlich in einem so großen, professionellen Umfeld weiterzuentwickeln, musste ich annehmen.“ Auch der zusätzliche Aufwand durch die Strecke zwischen Sendenhorst und Dortmund ist für ihn gut organisiert. Zum Training geht es mit dem Zug, zurück wird er von seinem Vater abgeholt, der in Dortmund arbeitet.

Spannend ist vor allem auch Janthals Entwicklung auf seiner Position. Denn der 17-Jährige ist ein echter Allrounder und hat bereits auf fast allen Positionen gespielt. Angefangen hat er als Mittelblocker, da er schon früh sehr groß war. Danach spielte er als Diagonal- und anschließend als Außenangreifer. Seit rund zwei Jahren ist er nun Zuspieler – zunächst eher notgedrungen, da beide Zuspieler seiner damaligen Jugendmannschaft gegangen waren. Da Janthal eine gute Technik mitbrachte, übernahm er die Position. Und das sollte sich auszahlen: „Ich muss sagen, dass Zuspiel die Position ist, die mir auf jeden Fall am meisten Spaß macht“, sagt Janthal. Umso schöner ist es für ihn, dass er auf dieser Position das Interesse des TV Hörde geweckt hat und sich darin nun dort weiterentwickeln kann.

In der Jugend spielt Janthal jetzt sogar noch eine Liga höher als in Sendenhorst – in der NRW-Liga, der höchsten Jugendliga in Nordrhein-Westfalen. Parallel steht er mit nahezu der gleichen Mannschaft auch im Seniorenbereich in der Oberliga auf dem Feld. Der Sprung ist damit durchaus groß, doch bisher ist Janthal mit seinem Start sehr zufrieden: „Das Niveau ist schon beeindruckend, es macht sehr viel Spaß, meine Mitspieler und Trainer pushen mich auch richtig und man lernt super viel.“ Am vergangenen Wochenende stand nun das erste Spiel mit der U20 in der NRW-Liga an – und Janthal durfte dabei sogar direkt von Beginn an spielen. Damit ist für ihn nun endgültig das neue Kapitel beim TV Hörde gestartet.

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