Foto: Jörg Papke
Am Samstag geht es endlich wieder weiter: In der heimischen Westtorhalle empfängt die erste Damenmannschaft der SG Sendenhorst um 16:00 Uhr den USC Münster III zum ersten Heimspiel des neuen Jahres in der Volleyball-Oberliga. Die Voraussetzungen könnten auf dem Papier kaum unterschiedlicher sein. Während der USC Münster als aktueller Tabellenführer anreist, belegen die SG-Damen derzeit den letzten Tabellenplatz. Doch genau diese Konstellation nimmt auch ein Stück weit den Druck. „Es ist kein Spiel, das wir im Hinblick auf die Erwartungshaltung unbedingt gewinnen müssen“, sagt Interimstrainer Raphael Klaes, der die Mannschaft nach dem Abgang des Theis-Duos aktuell betreut. „Wir können deshalb ganz befreit aufspielen.“ Zudem relativiert ein genauer Blick auf die Tabelle die Favoritenrolle der Gäste ein wenig: Trotz Platz eins hat der USC bereits sieben Punkte abgegeben und ist punktgleich mit dem Tabellenzweiten. „Das heißt also nicht, dass sie da konsequent durchmarschieren“, so Klaes. Auch die Formkurve der SG-Damen zeigt nach oben. Das letzte Spiel des Jahres 2025 konnten die Sendenhorsterinnen in Höntrop für sich entscheiden – der erste Sieg der Rückrunde. „Wir wollen einfach gucken, was geht“, erklärt Klaes. „Wenn wir die Leistung, die wir beim Sieg in Höntrop und auch zuletzt im Training gezeigt haben, abrufen können, dann sind wir nicht chancenlos. Das war schon guter Powervolleyball.“ Die Vorbereitung auf das Spiel verlief außerdem intensiv. Selbst zwischen den Feiertagen wurde fleißig weiter trainiert und am vergangenen Sonntag stand zum Start ins neue Jahr sogar ein Trainingstag auf dem Programm. Der Fokus lag dabei vor allem auf der Durchschlagskraft im Angriff, einer stabilen Annahme sowie viel spielnahem 6-gegen-6, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Eine Hiobsbotschaft gibt es jedoch: Mittelblockerin und Kapitänin Tabea Skerhut fällt aufgrund einer Knieverletzung vorerst aus und wird am Samstag nicht auf dem Feld stehen. „Das ist natürlich sowohl als Kapitänin als auch als Mittelblockerin eine wichtige Spielerin, die da wegfällt“, bedauert Klaes. Skerhut wird das Team dennoch vom Seitenrand unterstützen. Für sie rückt die talentierte U18-Spielerin Charlotte Panick in den Kader, die bislang vor allem in der zweiten Damenmannschaft zum Einsatz kam. Abgesehen davon ist der Kader vollständig. Die Marschroute ist also klar: „Das Spiel genießen und alles reinwerfen“, fasst Klaes zusammen. Dabei hoffen die SG-Damen auf zahlreiche Zuschauer in der Westtorhalle, die das Team bei diesem hochklassigen Duell unterstützen und gemeinsam mit ihnen das erste Heimspiel des Jahres erleben – und wer weiß – vielleicht auch die ersten Punkte feiern. Und wer danach noch nicht genug hat: Im Anschluss tritt um 19 Uhr die erste Herrenmannschaft an.








