Die Volleyballabteilung der SG Sendenhorst hielt vergangene Woche Mittwoch ihre alljährliche Mitgliederversammlung ab – und dabei wurde schnell deutlich: Aktuell läuft bei den SGS-Volleyballern vieles richtig gut. Vorsitzender Andreas Sentker begrüßte knapp 30 Mitglieder in geselliger Runde am Beachplatz, ehe der Vorstand zunächst auf die vergangene Saison zurückblickte und zugleich schon einen Ausblick auf die kommende Spielzeit gab.
Im Seniorenbereich verlief die Saison durchaus ereignisreich. Die zweite Damenmannschaft stieg nach einer kniffligen Saison mit vielen Umstellungen direkt aus der Bezirksliga ab. Ziel für die kommende Saison soll jedoch der direkte Wiederaufstieg sein, zudem wird es dort nochmals einige Veränderungen geben.
Die zweite Herrenmannschaft spielte dagegen eine starke Saison und hielt mit einem fünften Platz souverän die Landesliga – und das erneut ohne Trainer. Für die neue Saison konnte nun allerdings erfreulicherweise ein Trainer aus den eigenen Reihen gefunden werden: Der ehemalige Spieler der ersten und zweiten Herrenmannschaft Hubert Hagen übernimmt das Team. Auch für die erste Damenmannschaft wurde ja mit Raphael Döring vor kurzem ein neuer Trainer gefunden. „Somit haben wir nun alle Mannschaften mit einem Trainer besetzt“, berichtete sportlicher Leiter Raphael Klaes, zuständig für die Seniorenmannschaften, zufrieden angesichts der aktuellen generellen Trainermangel-Situation.
Für die vier weiteren Seniorenmannschaften ging es in die Relegation. Die erste Damenmannschaft hielt dort mit starker Moral die Oberliga. Auch die dritte Damen- sowie die dritte Herrenmannschaft, beides sehr junge und talentierte Jugendteams, hielten erfolgreich die Bezirksklasse. Die erste Herrenmannschaft spielte die beste Saison der Vereinsgeschichte und durfte nach einer überragenden Saison als Tabellenzweiter die Relegation zur Oberliga spielen. Dort scheiterte die Mannschaft allerdings, sodass sie weiterhin in der Verbandsliga verbleibt. „Es war eine sehr spannende und ereignisreiche, aber durchaus erfolgreiche Saison mit einem Happy End für die meisten Teams“, fasste Klaes zusammen.
Auch im Hobbybereich lief es sehr gut. Sowohl die Hobby-Herren-, Damen- als auch Mixed-Mannschaften erzielten starke Ergebnisse in ihren Ligen und verzeichneten zudem starken Zuwachs.
Besonders erfreulich entwickelt sich weiterhin der Jugendbereich. „Der Jugendbereich boomt weiterhin“, berichtete Jugendwart Emil Plößner zufrieden. In den insgesamt 13 Jugendmannschaften gebe es starken Zuwachs und damit einen „guten Unterbau“ für die Zukunft der Abteilung. Auch sportlich konnten die Jugendteams überzeugen. Die Oberligateams erreichten insgesamt fünf Teilnahmen an Quali-As sowie drei Teilnahmen an Quali-Bs. Die männliche U14 schaffte es sogar bis zu den Westdeutschen Meisterschaften. „Das ist schon eine beeindruckende Quote“, sagte Plößner. Aber auch die Bezirksligateams erzielten tolle Ergebnisse, sammelten wichtige Erfahrungen, fanden immer besser in den Sport und als Mannschaft zusammen und konnten sich fast alle jeweils in der ersten Tabellenhälfte platzieren.
Im Schiedsrichterbereich läuft ebenfalls vieles gut, auch wenn weiterhin mehr Schiedsrichter im Verein ausgebildet werden müssen. Mit Stephan Klaes und Joachim Busch stellt die SG Sendenhorst allerdings vermutlich ab nächster Saison zwei Bundesligaschiedsrichter, was sehr besonders ist. Die beiden pfiffen vor wenigen Wochen bereits das Finale der U18-Jugend-Deutschen Meisterschaft zusammen.
Auch der Beachbereich erhält weiterhin starken Zuwachs. In der vergangenen Saison richtete die Abteilung insgesamt 20 Turniere aus, in dieser Saison werden es sogar noch mehr. „Das ist eine super Sache sowohl für unsere Spielerinnen und Spielern als auch für uns als Verein“, berichtete Klaes. Zudem gebe es regelmäßig Komplimente und großen Zuspruch von externen Spielerinnen und Spielern, die besonders von der Anlage und der Organisation der Turniere begeistert seien. Und das, obwohl Beachwart Stephan Klaes in diesem Jahr aus Zeitgründen nicht erneut zur Wahl stand, sodass es aktuell keinen Beachwart gibt. Übergangsweise habe sich jedoch ein Pool aus drei aktiven Beachspielern und zwei Eltern von Beachspielerinnen und -spielern gefunden, die die Turnierausrichtung zunächst übernehmen. Langfristig wolle die Abteilung jedoch wieder einen festen Beachwart finden.
Bei den Wahlen wurde Andreas Sentker einstimmig und mit großem Applaus als erster Vorsitzender wiedergewählt. Auch Jugendwart Emil Plößner sowie Schiedsrichterwart Frank Walter wurden einstimmig wiedergewählt. Sportlicher Leiter Raphael Klaes wird künftig Geschäftsführer. Die vor zwei Jahren neu geschaffene Rolle des sportlichen Leiters verfällt damit wieder, die Aufgaben nimmt Klaes mit in seine neue Funktion. Der bisherige Geschäftsführer Stefan Schubert wird künftig Beisitzer. Zudem wurde Tabea Skerhut neben den bisherigen Beisitzern Maxim Olschewski, Kim Schmitz, Marius Umlauf und eben Stefan Schubert neu zur Beisitzerin gewählt. Damit umfasst der Vorstand aktuell 14 Mitglieder, was für ein beachtliches Engagement spricht und die Arbeit so auf viele aufgeteilt ist.
Auch für kommende Veranstaltungen laufen die Planungen bereits auf Hochtouren. Unter anderem stehen der Titanic Cup am 11. Juli sowie das traditionelle Beachcamp in den Sommerferien an.
Zum Abschluss betonten Sentker und Klaes nochmals die aktuell stetige Entwicklung der Abteilung. Die Volleyballer würden immer größer und professioneller werden, dabei aber den Sinn für das Wesentliche nicht verlieren. Einen großen Anteil daran habe vor allem das Miteinander innerhalb des Vereins. „Der Zusammenhalt im Verein ist in der letzten Zeit stark angestiegen – sowohl zwischen den Mannschaften als auch mit den Sponsoren und Fans und in der gesamten SG“, stellten Klaes und Sentker erfreut fest.
Auch zwei Mitglieder des Hauptvorstandes der SG Sendenhorst wohnten der Sitzung bei und konnten dies nur bestätigen. Auch sie lobten die tolle Zusammenarbeit in der Abteilung ausdrücklich. „Ihr seid eine stimmige Truppe mit einer sehr harmonischen Art und großem Engagement – da können sich viele Abteilungen eine Scheibe von abschneiden“, lobte Bernd Petry abschließend. So soll es weitergehen.