Die erste Herrenmannschaft der SG Sendenhorst hat am Samstagabend ihr Auswärtsspiel beim Tabellendritten Soester TV mit 3:2 (23:25, 25:13, 27:25, 25:23, 21:19) gewonnen. Auch wenn es tabellarisch für beide Teams um nichts Entscheidendes mehr ging, entwickelte sich eine spannende Partie über die volle Distanz.
Für die SG-Herren stand bereits vor dem Spiel fest, dass sie die Saison auf dem Relegationsplatz beenden würden. Soest hätte sie auch durch einen Sieg nicht mehr einholen können und der erste Tabellenplatz war nach dem deutlichen Sieg von Delbrück am Samstagmorgen auch nicht mehr erreichbar. Dennoch bot das Spiel einiges an Spannung – nicht zuletzt, weil die Sendenhorster nach der knappen Tiebreak-Niederlage im Hinspiel noch eine Rechnung mit den Soestern offen hatten. Umso erfreulicher war es aus SG-Sicht, dass ihnen die Revanche geglückt ist und sie sich dieses Mal im Entscheidungssatz durchsetzen konnten.
Vor der Partie hatte Trainer Raphael Klaes eine klare Marschroute ausgegeben. „Alle sollten viele Spielanteile bekommen, und das haben wir auch gemacht: Jeder Spieler hat ungefähr gleich viel gespielt“, erklärte der Coach. Im ersten Satz fanden die SG-Herren zunächst schwer ins Spiel. Vor allem in der Annahme hatten sie Probleme, wodurch eine Aufschlagserie der Gastgeber zustande kam. Zwar stabilisierten sich die Sendenhorster im Laufe des Satzes und konnten sich sogar eine Führung erarbeiten, doch Soest konterte – auch dank eines überragenden Außenangreifers sowie zwei weiterer starker Offensivspieler – und sicherte sich den Durchgang knapp. Im zweiten Satz steigerten sich die Gäste dann deutlich. Die Eigenfehlerquote sank spürbar, wodurch Sendenhorst mehr Kontrolle über das Spiel bekam und den Satz souverän für sich entschied.
Der dritte Durchgang zeigte dann wieder ein anderes Bild. Wie im gesamten Spielverlauf machten den SG-Herren auch hier vor allem zahlreiche Fehlaufschläge zu schaffen. „Das war bei so knappen Spielständen teilweise echt entscheidend“, so Klaes. Der Satz entwickelte sich zu einem engen Schlagabtausch, den Soest schließlich in der Verlängerung für sich entschied.
Auch im vierten Satz blieben die Aufschlagfehler ein Thema. „Aber hier wurde das Volleyballerische besser“, erklärte Klaes. Besonders über die Mitte setzte Sendenhorst immer wieder erfolgreiche Akzente – eine ihrer großen Stärken. „Wenn wir dazu gekommen sind, über die Mitte anzugreifen, hatte Soest dagegen keine Chance.“ Aufgrund der zwischenzeitlich schwächeren Annahme gelang es jedoch nicht so häufig wie gewünscht, dieses Mittel einzusetzen. Trotzdem entschieden die SG-Herren den Satz am Ende knapp für sich. Damit musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Auch hier ging es hin und her, doch in der Verlängerung zeigten die Sendenhorster nochmal großen Kampfgeist und behielten einen kühlen Kopf, sodass sie sich den Entscheidungssatz sicherten – und damit den 3:2-Auswärtssieg.
„Man hat gesehen, dass die Jungs auf jeden Fall Gas gegeben haben und unbedingt gewinnen wollten. Aber da die Relegation schon vor der Partie klar war, hat hier und da etwas die Spannung gefehlt“, resümierte Klaes. Das Ziel, allen Spielern viel Einsatzzeit zu geben, sei jedoch voll aufgegangen. „Dass alle gleich viel gespielt haben und quasi keine Leistungsunterschiede zu erkennen waren, zeigt, wie breit aufgestellt und gut unser Kader aktuell ist. Es war eigentlich egal, wer spielt – das freut mich sehr.“
Nun wollen die SG-Herren in den kommenden Trainingseinheiten weiter Vollgas geben und insbesondere an Annahme und Aufschlag arbeiten. In zwei Wochen steht dann das letzte reguläre Saisonspiel vor heimischem Publikum an, wo sie nochmal überzeugend auftreten wollen, um dann bestens vorbereitet und mit einem guten Gefühl in die Relegation um den Aufstieg zu gehen, die Anfang Mai ansteht.