Ein erfolgreiches Wochenende für die ersten beiden Sendenhorster Jugendteams, die am Sonntag die Quali A bestritten haben: Sowohl die männliche U20 als auch die weibliche U16 haben sich in der Qualifikationsrunde A zur Westdeutschen Meisterschaft für die Quali B qualifiziert.
Die männliche U20 erlebte eine Quali A voller Dramatik. In den ersten beiden Spielen gegen Höntrop (1:2) und Langenfeld (1:2) zeigte das Team starke Leistungen, musste sich jedoch jeweils denkbar knapp im Tiebreak geschlagen geben. Gegen Höntrop verloren die Sendenhorster den ersten Satz hauchdünn in der Verlängerung (26:28), steigerten sich dann deutlich und gewannen Satz zwei klar (25:12). Besonders die Zuspiel–Diagonalangriff-Achse aus Filip Mioduszewski und Matteo Arnold überzeugte dabei auf ganzer Linie. „Das war echt beeindruckend, was die beiden da gespielt haben“, lobte Trainer Emil Plößner. Im entscheidenden Tiebreak führte die SG zunächst, verlor diesen aber erneut knapp mit nur zwei Punkten Abstand (13:15). Ein nahezu identischer Spielverlauf zeigte sich gegen Langenfeld – nur diesmal mit vertauschten Satzgewinnen. Nach einem deutlichen ersten Satz (25:12) ging der zweite erneut knapp verloren (23:25), der anschließende Tiebreak endete nach anfänglicher SG-Führung wieder mit einer hauchdünnen Niederlage (14:16). „Die vier verlorenen Sätze jeweils mit nur zwei Punkten Unterschied zu verlieren, war schon echt bitter. In den entscheidenden Momenten haben wir ein paar Fehler zu viel gemacht“, analysierte Plößner. Nach den zwei Niederlagen schien das Weiterkommen zur Quali B bereits außer Reichweite, zumal der letzte Gegner Düren zuvor beide Spiele gewonnen hatte. Doch die SG-Jungs überraschten: Mit personellen Umstellungen und viel Mut gewann Sendenhorst das letzte Spiel gegen Düren unerwartet mit 2:0 (26:24, 25:21). Beide Sätze waren sehr ausgeglichen, doch eine starke Aufschlagserie von Hannes Keitemeier sowie eine überzeugende Leistung von Paul Engelkamp gaben den Ausschlag. Durch diesen Sieg wurde die SG Gruppendritter und machte die ganze Sache nochmal spannend. Am Montagmittag folgte dann die erlösende Nachricht: Als bester Gruppendritter aller Quali-As hat sich die männliche U20 doch noch für die Quali B qualifiziert. „Insgesamt haben wir sehr solide gespielt. Die ersten beiden Spiele waren sehr bitter und intensiv, aber umso schöner, dass wir uns am Ende doch noch belohnen und für die Quali B qualifizieren konnten“, so Plößner abschließend.
Die weibliche U16 absolvierte ihre Quali A in Essen-Werden und überzeugte mit einer starken Leistung. Trainer Matthias Paschke zeigte sich begeistert: „Das war eine grandiose Quali A“ Am Ende erreichten seine Mädels den realistisch angestrebten zweiten Platz und damit souverän die Quali B. Zum Auftakt gewann die SG deutlich mit 2:0 gegen Meschede (25:10, 25:8). „Das haben wir souverän runtergespielt, das war gut zum Reinkommen“, so Paschke. Das zweite Spiel gegen Velen entwickelte sich deutlich spannender und war ein Spiel auf Messers Schneide (2:1). Nach einem dominanten ersten Satz (25:14) ließ die Konsequenz im Aufschlag nach, sodass der zweite Satz knapp verloren ging (23:25). Im Tiebreak behielten die SG-Mädels jedoch die Nerven und siegten (15:13). „Das war echt mega, wie die Mädels da die Bälle gekratzt haben“, lobte der Trainer. Dann kam es im letzten Spiel zum Showdown gegen den großen Favoriten Essen-Werden, wo die Sendenhorsterinnen nochmals große Moral zeigten. Nach einem deutlichen ersten Satzverlust (13:25) – die Belastung aus den vorherigen Spielen gepaart mit dem kleinen Kader von nur acht Spielerinnen machte sich bemerkbar – kämpfte sich das Team eindrucksvoll zurück. Der zweite Satz wurde trotz anfänglichen Rückstands noch beeindruckend gewonnen (25:22). „Das war einer unserer besten Sätze in dieser Saison“, betonte Paschke. Im Tiebreak war es dann zu Beginn ein enges Kopf-an-Kopf Rennen, doch Werden machte die zwei entscheidenden Punkte mehr, weshalb sich die SG schließlich knapp geschlagen geben musste. Sie hatte den zweiten Platz in der Gruppe aber sicher und hat sich somit souverän für die Quali B qualifiziert. „Wir haben nochmal alles rausgeholt, ich bin extrem stolz auf die Mädels. Das war eine tolle Teamleistung“, resümierte Paschke zufrieden.