Foto: Peter Werchner
Die erste Damenmannschaft der SG Sendenhorst musste am Wochenende eine enttäuschende 1:3-Niederlage (17:25, 17:25, 25:17, 14:25) gegen den Tabellenführer Blau-Weiß Aasee hinnehmen. Besonders frustrierend: Die Gäste traten mit reduziertem Kader an – umso mehr ärgerte sich Trainer Dieter Theis über die verpasste Chance. „In unserer normalen Form hätten wir die schlagen oder zumindest einen Punkt holen müssen“, stellte er klar. Schon zu Beginn lief es nicht nach Plan: Im ersten Satz geriet Sendenhorst direkt mit 1:8 in Rückstand, den sie trotz einer kleinen Aufholjagd nicht mehr wettmachen konnten. Im zweiten Satz hielten die Sendenhorsterinnen lange mit, blieben bis auf einen Punkt dran, ehe sie in der Schlussphase nachließen. „Wir haben es uns durch unsere vielen Eigenfehler selbst vermasselt“, ärgerte sich Theis. Erst im dritten Satz zeigte das Team, was es eigentlich kann. Das Trainerteam nahm eine Umstellung in der Aufstellung vor: Lisa Stolte, eigentlich auf der Diagonalposition, wechselte auf Außen und machte ihre Sache sehr gut und wurde auch am Ende zur wertvollsten Spielerin (MVP) auf Sendenhorster Seite gekürt. Es war eine deutliche Leistungssteigerung im gesamten Team zu erkennen, sodass der dritte Satz gewonnen wurde. Dabei spielten auch die Zuschauer eine große Rolle: „Die haben die Halle da nochmal richtig eingeheizt und super Stimmung gemacht“, lobte Theis. Doch die Euphorie hielt nicht lange: Im vierten Satz erarbeitete sich Sendenhorst zunächst eine Führung, gab dann aber sechs Punkte in Folge ab, wodurch sie den Anschluss verloren. Vor allem im Angriff fehlte die Durchschlagskraft. „Wir waren sehr ausrechenbar, sodass es der gegnerische Block viel zu leicht hatte“, so Theis. Zudem schlichen sich erneut viele Aufschlagfehler ein. „Das ist mir echt unerklärlich: Im Training schlagen sie auf wie Weltmeister, und im Spiel machen sie drei Aufschlagfehler in Folge“, sagte der Trainer fassungslos. Ein großes Problem bleibt die dünne Personaldecke auf der Außenangreifer-Position. Amelie Nelle kann aufgrund von Knieproblemen nicht voll belastet werden, und Ermira Kozlonkov wich aufgrund einer Schulterverletzung auf die Liberaposition aus. So musste Julia Behler, eigentlich Mittelblockerin, auf Außen ran. „Uns fehlt eine Außenangreiferin an allen Ecken und Enden“, machte Theis deutlich. Die Niederlage ist besonders bitter, weil die SG-Damen in den letzten Spielen gegen die drei Topteams der Liga (Aasee, Lüdinghausen, Schwerte) nicht einen einzigen Punkt holen konnten. „Das ist eindeutig zu wenig“, sagte Theis enttäuscht. Doch immerhin bleiben sie auf dem 7. Tabellenplatz, da Verfolger Lüdinghausen II sein Spiel ebenfalls verlor. Jetzt richtet sich der Blick nach vorne. „Spätestens nächste Woche in Sande müssen wir wieder punkten“, fordert Theis. Vor allem im Angriff muss das Team konstanter und variabler werden. „Wir müssen probieren, länger mitzuhalten, und dürfen das Spiel nicht so früh aus der Hand geben“, betonte der Trainer. Dabei soll auf dem dritten Satz gegen Aasee aufgebaut werden.