Männliche U18 sorgt für Sensation und qualifiziert sich für die Westdeutschen Meisterschaften

Was für ein Volleyball-Highlight in Sendenhorst! Die männliche U18 der SG Sendenhorst hat es geschafft: In eigener Halle sicherten sich die Jungs mit einer sensationellen Leistung den zweiten Platz in der Quali B und damit das Ticket für die Westdeutschen Meisterschaften. Ein Erfolg, mit dem im Vorfeld wohl kaum jemand gerechnet hatte. Das Turnier begann für die SG-Jungs mit einer echten Herausforderung: Gegner im ersten Spiel war der favorisierte NRW-Ligist Delbrück. Doch von Anfang an zeigte die Mannschaft, dass sie keineswegs gewillt war, sich unter Wert zu verkaufen. Der erste Satz war extrem ausgeglichen, doch am Ende musste sich Sendenhorst denkbar knapp mit nur zwei Punkten Abstand geschlagen geben. Im zweiten Satz konnte Delbrück dann einen Gang hochschalten, während Sendenhorst vor allem mit vielen Eigenfehlern zu kämpfen hatte. Besonders die vielen Aufschlagfehler kosteten wertvolle Punkte und waren direkte Geschenke für den Gegner. Die Stimmung auf dem Feld kippte immer mehr. „Dann klappen eben auch die einfachsten Sachen nicht mehr“, analysierte Trainer Matthias Paschke treffend. Zwar war die Leistung insgesamt nicht schlecht, doch es reichte nicht, um den NRW-Ligisten ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Der zweite Satz ging deutlicher verloren, und so stand nach dem ersten Spiel eine 0:2-Niederlage zu Buche (23:25, 16:25). Ab dem zweiten Spiel gegen Köln änderte sich die Atmosphäre in der Halle spürbar – im besten Sinne. Immer mehr Zuschauer fanden den Weg in die Halle, und mit jeder weiteren Stunde wurde es lauter. „Die Jungs haben sich da richtig reinpushen lassen“, erklärte Paschke. Das beeindruckte nicht nur die eigenen Spieler, sondern auch den Gegner. Dass ein kleiner Dorfverein eine solche Kulisse auf die Beine stellen kann, hatte in der Halle wohl niemand erwartet. Und auf dem Feld war das Team auch nicht mehr zu bremsen. Mit einer starken Leistung erkämpften sich die SG-Jungs den Sieg gegen Köln (25:18, 25:16) – und damit die Chance auf die Qualifikation. Das letzte Spiel gegen den Lokalrivalen Gievenbeck war ein echtes Endspiel: Sendenhorst musste gewinnen, Gievenbeck brauchte sogar ein klares 2:0, um sich noch zu qualifizieren, da sie zuvor nur mit 2:1 gegen Köln gewonnen hatten. „Das war ein Spiel auf Messers Schneide, das hätte in beide Richtungen gehen können“, so Paschke. Im ersten Satz spielte Sendenhorst wie aus einem Guss, setzte sich früh ab und gewann souverän. Doch im zweiten Satz zeigte sich das umgekehrte Bild: Plötzlich war Gievenbeck vorne, während Sendenhorst vor allem in Aufschlag und Angriff nachließ. Der Satzausgleich war die Folge – ein Entscheidungssatz musste her. Im dritten Satz dann der perfekte Start für Sendenhorst. „Da hatten wir natürlich auch die ganze Halle hinter uns“, erinnerte sich Paschke. Die Zuschauer klatschten und trommelten das Team nach vorne, Gievenbeck geriet zunehmend ins Wanken – damit hatten sie nicht gerechnet, ehe sie Sendenhorst in der regulären Saison noch klar geschlagen hatten. Am Ende nutzte Sendenhorst die Chance und machte den sensationellen 2:1-Sieg (25:10, 25:22, 15:6) perfekt. „In den letzten beiden Spielen sind die Jungs echt mega über sich hinausgewachsen“, lobte Paschke. Besonders beeindruckend war die mannschaftliche Geschlossenheit: Starke Annahme, präzises Zuspiel, ein variabler Angriff – jeder einzelne Spieler trug seinen Teil bei. „Im Angriff konnte jeder von den Jungs angespielt werden, sodass wir unberechenbar waren, das war richtig cool“, freute sich der Trainer. Dass die Mannschaft überhaupt so weit gekommen ist, war bereits eine Überraschung. „Die Quali A zu überstehen, war schon unerwartet. Jetzt auch die Quali B zu überstehen, ist noch unglaublicher“, staunte Paschke. Doch einen Faktor hob er besonders hervor: das Heimspiel. „Wahrscheinlich hätten wir es nicht geschafft, wenn wir nicht zuhause gespielt hätten“, gab er ehrlich zu. Die Fans mit Trommeln und Anfeuerungssprüchen hatten die Halle verwandelt und Sendenhorst zur Sensation getragen. Am 22. und 23. März geht es also nun für die SG-Jungs zu den Westdeutschen Meisterschaften nach Meckenheim. Dort lautet das Ziel: nicht Letzter werden. Aber wer weiß, was nach den letzten Überraschungen noch drin ist. „Vielleicht wartet ja doch wieder die nächste Sensation“, schmunzelt Paschke. Egal, wie es ausgeht: Schon jetzt ist diese Qualifikation ein riesiger Erfolg. Besonders bemerkenswert dabei ist, dass der Kern der Mannschaft bereits seit der U13 zusammenspielt und sich nun zum dritten Mal für die Westdeutschen Meisterschaften qualifiziert hat. Eine Leistung, die es in Sendenhorst lange nicht mehr gegeben hat.

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